Nur die Harten kriegen ´nen Garten

Monat: Juli 2021 (Seite 1 von 1)

Update der letzten drei Wochen

Leider blieb das Transportieren der Grauwacke nicht ohne Folgen für meine Wenigkeit und ich lag die letzten gut drei Wochen mehr oder weniger flach aufgrund von Rückenbeschwerden der Güteklasse 1A. Peter war trotzdem fleißig und auch ich habe hier und da ein bisschen was machen können und es ist viel passiert.

Die erste Ferienwoche hat Peter gut genutzt und war jeden Tag draußen im Garten um die Trockenmauer samt Stellplatz weiter zu bearbeiten. Der Platz oberhalb der Mauer musste eingeebnet werden und das Gelände so angepasst werden, dass wir das Gartentor und den Zaun stellen können.

Mein Rücken ließ mich nach zwei Wochen auch wieder zumindest ein bisschen mitmachen, die Bewegung tat sogar sehr gut. So habe ich ein paar Pflanzen gesetzt und vor allem viel im Garten beobachtet. Neben der Raupe des Abendpfauenauges durften wir auch einem Kleinen Feuerfalter, einem Schealbenschwanz und einem C-Falter beim Herumflattern zusehen. Auch neue Pflanzen sind aufgetaucht: Sumpf-Stendelwurz (eine heimische Orchidee!), Sumpf-Ziest und eine Wolfsmilch Art die ich noch nicht näher bestimmen konnt.

Nachdem der Stellplatz fertig war, hat Peter mit dem Wegebelag weiter gemacht (dank der Rüttelplatte unseres Nachbars Waldemar ist dieser jetzt schön fest und stabil) und eine Treppe zum Sitzplatz hin gebaut. Letzterer wurde dann auch gleich noch geschottert und gestampft, sodass wir auch bei Regen dort keine nassen Füße mehr bekommen.

Am oberen Hang habe ich derweil Befestigungsmatten aus Kokos aufgehängt und bepflanzt und mich weiter um Brombeerwurzeln gekümmert. Auch die Wiese unten wurde u.a. mit der Hilfe von Dagmar wieder mal von Brennesseln und Disteln befreit (die uns wohl noch lange dort auf Trapp halten werden). Die Trockenmauer habe ich mit Sandnelke, Mauerpfeffer, Strandnelke, Ysop, Lavendel, etc. bespflanzt und auch der von mir heiß ersehnte Natternkopf hat Einzug in den Garten gehalten. Und weil immer wieder Fragen zur Wilden Karde kommen, zeige ich euch hier ein Bild dieser Schönheit, sie steht kurz vor der Blüte. Ähnlichkeiten mit Saurons Auge sind rein zufällig.

Diese Woche wurde dann das Gartentor gestellt, was eine ziemlich fitzelige Arbeit war. Aber jetzt steht es gut und der Stellplatz wurde bereits zur Probe befahren und hat Gottseidank auch gehalten. Das nächste Schritt ist nun die Errichtung des Zauns.

Da so viel passiert ist, fasse ich die Fotos zu allem in der folgenden Galerie für euch zusammen:

Maurerarbeiten

Die letzten zwei Wochen kam der Garten zeitlich etwas kürzer weg, weil Peter in den letzten Wochen des Schuljahres viel mit Prüfungen zu tun hatte. Trotzdem verändert sich nun viel strukturell:

Montag letzter Woche wurden uns acht Tonnen Grauwacke (Felsen) geliefert, mit denen wir diverse Trockenmauern im Garten anlegen möchten. Allen voran oben die Stützmauer, um den PKW Stellplatz anschütten (und dann den Zaun ziehen) zu können. Die Grauwacke kommt aus einem nahe gelegenen Steinbruch für Naturstein und wird nicht das letzte Material sein, dass wir dort bestellt haben. Die Lieferung war pünktlich, die Steine sehen ganz toll aus und der Fahrer war total freundlich.

Die Größe des Steinhaufesns auf dem Foto täuscht. Es sind ca 4 m3.

Ricardo hatte sich als junger, kräftiger Mann bereit erklärt, mir nach der Anlieferung dabei zu helfen, eine este Menge der Steine per Schubkarre nach unten auf das Grundstück zu fahren. Drei Stunden später war etwa die Hälfte der Steine unten. Damit wird dann später am Häuschen und am zukünftigen Teich terrassiert.

Die andere Hälfte blieb oben, da Peter damit die Stützmauer für den PKW Stellplatz bauen wollte. Das hat er diese Woche umgesetzt und die Mauer sieht genau so schön aus, wie wir sie uns vorgestellt hatten. Hier der Bau (über zwei Tage hinweg) als Fotostrecke:

Tipps dazu, wie man eine Trockenmauer richtig baut, hat Peter sich von seinen GaLaBau-Kollegen und aus diversen Gartenbüchern geholt. Damit so eine Mauer nicht einstürzt, müssen ein paar Dinge beachtet werden (Drainage dahinter mit Schotter und Drainagerohr, leichte Neigung nach hinten, Ankersteine in den Hang hinein, etc.), aber wir sind nun guter Dinge, dass die Konstruktion hält.

Zwischen und auf die Steine kommen nun trockenheitliebende Polsterpflanzen, davor eine gute Reihe Lavendel, ebenfalls in magerem, trockenem Boden mit Schotteranteil. Ich denke da z.B. an Heidenelken, Mauerpfeffer, Gipskraut und Blutstorchenschnabel. Meine Tätigkeit beschränkt sich gerade auf das Heraussuchen der passenden Pflanzen (leider musste ich feststellen, dass ich wohl für das Tragen schwerer Felsen vielleicht doch ein bisschen zu alt bin…).

Seit einer Woche stehen auf unserem Balkon auch schon viele Pflanzen für die ehemalige Zone des Grauens bereit, die von der Gärtnerei unseres Vertrauens (Strickler in Alzey) geliefert wurden, und warten darauf eingepflanzt zu werden. Sie werden noch ein paar Tage warten müssen.