Nur die Harten kriegen ´nen Garten

Monat: März 2022 (Seite 1 von 1)

What a difference a day makes (or two)!

Am Freitag war es endlich so weit: Das Gartenhaus wurde geliefert!!! Wir waren mega aufgeregt ob die Anlieferung klappen würde und welche Qualität das Holz haben würde. Beides hat uns nicht enttäuscht. Aber der Reihe nach.

Das Haus wurde auf drei riesigen Paletten von einem 40-Tonner LKW angeliefert. Da dieser gar nicht in den Weg am Garten rein gekommen wäre, hatten wir uns lange den Kopf darüber zerbrochen, wie wir das hinbekommen würden. Die Rettung kam dann über unseren Freund Tobias, der eine große Firma in Oberhausen hat, wo es nicht nur sehr viel Platz sondern auch Gabelstapler und kleiner LKWs gibt. Er hat uns angeboten, das Haus dort hin liefern zu lassen und es dort auf einen seiner Containerwagen umzuladen, sodass er es dann in den Garten liefern würde. Wir können nicht in Worte fassen, wie sehr uns das alles erleichtert hat und sind super froh, dass das so geklappt hat. Tobias´ LKW war immer noch sehr groß, aber sein professionelles Auge hat direkt eingeschätzt, dass er damit den Weg bei uns durch kommt und er behielt Recht (auch wenn es trotzdem noch sehr knapp in den Kurven war).

Abladen in Oberhausen
Und anschließend im Garten

Bevor Tobias kam, haben wir die erste Pallette schon selbst mit einem kleineren Wagen von Tobias rüber gefahren, denn es passte nicht alles in den Container.

Die erste Pallette mit Türen und Fenstern

Dank zusätzlicher Hilfe von Jörg und Fynn aus dem Dojo war alles recht schnell ausgeladen. Im Garten standen dann erst Mal mehrere große Haufen Holz in unterschiedlichen Größen und Längen rum und wir freuten uns schon auf das Teilesuchen und Tetris spielen am kommenden Tag.

Der dritte und größte Holzhaufen ist hier noch nicht mal zu sehen

Am Samstag hatten wir dann nochmal Hilfe von Jörg und so gingen die beiden Männer früh ans Werk um das Haus aufzubauen. Sehr schnell zeigte sich, dass die Balken wirklich total präzise zugeschnitten waren und super ineinander passten. Teilweise sind die Balken fast sechs Meter lang und passten trotzdem exakt ineinander. Der Aufbau der Wände inklusive der Fenster ging dann wirklich schneller als erwartet (obwohl immer wieder die richtigen Teile aus den Holzhaufen gesucht werden mussten). An dieser Stelle möchten wir deshalb auch den Hersteller Lugarde erwähnen, mit deren Service und eben auch der Qualität das Hauses wir wirklich happy sind und waren.

Vor das Fenster kommt ein Essplatz
Hier kommt die (kleine) Küchenzeile hin
Wie man sieht war die Stimmung gut 🙂
Blick vom zukünftigen Sofa auf Terrasse und Garten

Während die Männer mit dem Hausbau beschäftigt waren, habe ich mich noch ein bisschen um den Gemüsegarten-Teil gekümmert. Der Zaun geht jetzt weiter und es gibt jetzt ein Rankgerüst, an das sich von beiden Seiten jeweils eine männliche und eine weibliche Mini-Kiwi-Pflanze anlehnen. Auch ein paar vorgezogene kleine Stockrosen konnte ich schon an den Zaun pflanzen.

Am Sonntag sollte es dann locker flockig weiter gehen mit dem Dach. Das war dann allerdings nicht mehr so einfach wie am Samstag und ging deutlich langsamer voran. Es galt, den Dachfirst und die sechs Meter langen Dachbalken aufzubauen, was zu zweit nicht ganz einfach war. Decken konnten wir das Dach dann an dem Tag auch nicht mehr, aber Richtfest konnten wir schon feiern.

Blick von oben
Blick von unten auf Haus und Terrasse

Ab Mitte der Woche soll das Wetter schlechter werden, deshalb wurde das Häuschen vorerst mit Folien abgedeckt. Je nach Wetterlage wird dann das Dach so schnell wie möglich mit einer ersten Lage Bretter gedeckt. Darauf kommt dann eine dünne Isolierung und vorraussichtlich Trapezbleche. Wenn das Dach fertig ist, kommt dann noch der Boden dran, der ebenfalls isoliert werden soll. Parallel dazu werden wir Grundierung und Lasur (außen grau, innen weiß) auftragen. Die eigentliche Gartenarbeit wird also in den kommenden Wochen reduziert (abgesehen vom Einsäen und Vorziehen der Gemüsepflanzen), denn das Haus wird die meiste Arbeit sein.

Wir haben fertig (zumindest die Beete)

Fast vier Wochen gab es keinen Eintrag in unserem Blog. Nicht etwa, weil sich nichts getan hätte, weit gefehlt! Sondern wohl eher, weil sich die Arbeit an den Hochbeeten einfach zog wie Kaugummi und man den Eindruck hatte, es geht nicht voran. Vier Mal Trockenmauer bauen, vier Mal Boden ausheben und vor allem Wurzeln raussammeln, vier Mal Pflastersteine stellen, vier Mal Hasendraht pfriemeln (sagte ich schon, dass das bisher meine most hatet Arbeit im Garten war?), etc.

Ich dachte zwischendurch, wir schaffen das nicht bevor das Haus kommt, aber dann kam unsere Freundin Birgit mit Hund Michiko (siehe Titelbild oben) und neuem Elan und hat uns an mehreren Sonntagen geholfen. Da ging die Arbeit dann gleich wieder mit mehr Spaß (und mehr Kuchen!) vonstatten und jetzt sind sie tatsächlich fertig, die vier Hochbeete!

Und weil es so schön war und wir noch Palettenrahmen übrig hatten, hat Peter gleich noch weiter gemacht und noch ein zusätzliches Kartoffelbeet angelegt. Nicht als Hochbeet, deshalb viel weniger aufwändig, aber trotzdem musste auch dort der Boden umgegraben und die Wurzeln (zur Abwechslung nicht nur Brombeere sondern auch Brennessel) rausgesammelt werden. Die Saatkartoffeln liegen seit vorgestern zum Vorkeimen im Wohnzimmer (für diejeningen von euch mit Kartoffel-Erfahrung: keimt ihr vor oder nicht? Das Internet ist sich da wie so oft nicht einig…), es gibt Blaue Anneliese, Annabelle, Heiderot und Bamberger Hörnle.

Und wo wir schon beim Gemüse sind: Die Tomaten sitzen seit Mittwoch auf der Heizung zusammen mit dem Amaranth (der ab geht wie Schmidt´s Katze) und gestern wurden Knollenfenchel, die zweite Ladung Radieschen (die ersten stecken gerade die Köpfe aus der Erde) und Winterheckenzwiebeln eingesät. In die fertigen Beete! 🙂

Um mal etwas zu machen was nicht nur praktisch sondern einfach schön ist, habe ich dann begonnen den selbst gebastelten Staketenzaun um den Gemüsegarten zu bauen. Ist vielleicht nicht jedermanns Geschmack weil sehr rustikal, aber das war wirklich einer meiner Gartenträume.

Staketenzaun und Hundebeweisfoto

Ach ja, a propos Zaun: Als der Beete fertig waren, kam direkt erst mal der lebendige Weidenzaun dran. Weidenruten hatte ich mir ja über Nebenan.de besorgt und zwischenzeitlich ins Wasser gestellt. Damit habe ich dann entlang der Grundstücksgrenze bzw. eines Teils davon einen ca 1,20m hohen Zaun geflochten. Angeblich werden die Ruten nun anwachsen und so wird ein grüner, lebender Zaun entstehen. Wir sind gespannt.

Alles steckt, jetzt noch flechten
Fertig!

Während ich mit den Zäunen beschäftigt war, hat Peter noch „eben kurz“ die Terrasse vor dem zukünftigen Gartenhaus aufgebaut und zweifach geölt. Ich bin immer wieder von den Socken, was mein Mann so aus dem Ärmel zaubert und wie wunderbar das dann auch noch aussieht.

Blick von der Terrasse

Im Anschluss hat er dann noch damit begonnen, eine Treppe von der Terrasse in den Garten zu bauen.

Auch die ist fast fertig und wir können nun kaum glauben wie sehr sich der Garten in den letzten Tagen dann plötzlich doch optisch verändert hat. Es macht so viel Freude, nun mit Arbeiten zugange zu sein, die etwas aufbauen und schön machen, anstatt immer nur Dinge wegzumachen (Brombeeren und ihre Wurzeln) oder zu entsorgen (Müll). So langsam hat das ganze den Namen „Garten“ tatsächlich verdient. Wobei wir dank eines Engels seit zwei Wochen beim „Wegmachen“ die wirklich geile Hilfe unserer neuen Doppelgrabegabel haben (wir nennen sie liebevoll „der Gerääät“).

Tadaa: Meine zweite Liebe 😉

Der Gerääät erleichtert das Lockern des Bodens ungemein und man kommt beim Herausziehen der Brombeerwurzeln deutlich schneller und vor allem rückenschonender voran. Ich bin total verknallt in das Teil. Den ersten Einsatz bekam der Gerääät beim Umgraben des Bodens für die Dicken Bohnen (auf deren Keimung ich seitdem sehnlichst warte).

Nein, hier ist nicht der Nachbar begraben sondern die Saubohnen

Es nähert sich ja nun auch unser erster Garten-Jahrestag (am 6. April war der erste Spatenstich) und passend dazu haben wir jetzt auch den Liefertermin für das Gartenhaus bekommen. Wenn alles klappt, wird das Häuschen am Freitag im Garten ankommen. Das ist für uns ein mittlerer logistischer Alptraum und wir sind entsprechend aufgeregt.

Ach ja, und last but not least feierten Peter und ich im Garten unseren zehnten Jahrestag. Dank 2G ohne Restaurant aber stattdessen mit Sushi und Sekt auf unserer Smultronställe <3

Und zum Abschluss hier für euch noch ein paar Fotos u.a. der Blüten der Frühblüher an denen wir uns erfreuen: