Nur die Harten kriegen ´nen Garten

Monat: April 2021 (Seite 1 von 1)

Wie man Totholz los wird

Bei schönstem Sonnenschein wurden heute die ersten Stämme für die Totholzhecke am oberen Grundstücksrand gesetzt. Wir verwenden dafür erst mal alles, was wir so auf dem Grundstück finden, also z.B. die Stämme der gefällten Thuja und der Weide, die leider weichen mussten. Totholz haben wir ja in großen Mengen, die ersten Meter der Hecke sind also kein Problem. Eine Totholzhecke ist eine super Sache für ganz viele Tiere und nebenbei noch ein sofortiger, günstiger Sichtschutz.

Während Peter mit der Hecke beschäftigt war, habe ich geschätzt satte 50 m2 Brombeeren gerodet. Ich komme mit der Elektrosense immer besser klar und schneller voran, sodass die anfangs riesig scheinende Fläche langsam ihren Schrecken verliert. Wir haben heute geschätzt, dass wir jetzt schon ca ein Viertel der gesamten Brombeerfläche beseitigt haben. Zumindest oberirdisch. Von der unteren Grenze aus sieht es jetzt ganz anders aus als vorher, die Brombeerflächen sind nun „nur“ noch links und vor allem rechts und oben an der Grundstücksgrenze.

Jetzt tritt auch die Topografie des Geländes zutage, also Stellen wo es flacher oder steiler ist. So zeigte sich heute die Fläche, die sich für den geplanten Gartenteich vor der zukünftigen Hütte anbieten wird. Es fehlt uns nicht an Inspiration und Ideen!

Peter bei der Probegrabung um zu sehen wie tief man ohne Probleme graben kann. Es zeigt sich zum Glück: Tief! Der Boden ist wunderbar und hat fast keine Steine. Dafür Brombeerwurzeln 😉

Nachdem jetzt eine recht große Fläche freigelegt ist, werden wir nun anfangen den Boden an diesen Stellen umzugraben und Wurzeln zu beseitigen. Direkt im Anschluss werden wir dann Gründüngung einsäen, um den nachwachsenden Brombeeren direkt das Licht zu nehmen und den Boden weiter zu verbessern. Das machen wir mit Phacelia („Bienenfreund“ – bildet extrem schnell einen dichten Bewuchs und blüht wunderschün und schnell) und Lupine (wuzelt sehr tief und lockert dadurch den Boden schön auf). Das müssen wir auf das Wetter abstimmen und bei angekündigtem Regen machen, da wir ja noch kein Wasser auf dem Grundstück haben. Einige von euch haben angekündigt, dass sie gerne mal einen Tag mithelfen möchten – wer das tatsächlich machen mag, kann dann bald zum Einsatz vorbei kommen, denn beim Umgraben können wir jede Hilfe brauchen 🙂

Als wir das erste Mal am Grundstück waren, konnten wir den Wohnwagen weder von oben noch von unten wirklich sehen, geschweige denn erreichen. Ein großer Unterschied! Die Haufen im Bild sind übrigens keine Büsche mehr sondern Ex-Brombeeren. Alles platt 🙂

Er ist noch da!

Eigentlich hätte heute der große Tag sein sollen, an dem der Caravan abtransportiert wird. Um acht Uhr trafen wir ganz aufgeregt am Garten ein, nur um dann einen Anruf des beauftragten Handwerkers zu bekommen, dass er nicht kommen könne da es einen Corona Fall in seiner Firma gäbe. Unser Eindruck ist eher, dass der Mann uns spontan reinschieben wollte, nun aber doch keine Zeit für uns hatte. Also schreiben wir den Auftrag nochmal bei MyHammer aus. Hoffentlich haben wir bei der nächsten Firma mehr Glück.

Stattdessen haben wir uns heute also daran gemacht, unseren Werkzeugschuppen auf eine andere Stelle des Grundstücks zu stellen. Bis heute stand er direkt oben am Wendehammer. Da es dort aber ein Leichtes ist, den Schuppen aufzubrechen und er uns dort außerdem beim Zaunbau im Weg steht, brauchte er einen neuen Platz. Mittlerweile haben wir ja schon das ein oder andere Plätzchen in den Brombeeren geschaffen, und so konnte der Schuppen umziehen.

Nebenbei haben wir auch noch die alte Thuja abgesägt und ihre Stämme als Pflöcke für die geplante Totholzhecke vorbereitet. Wir haben mittlerweile auch den größten Teil des (sichtbaren…) Mülls zusammen gesammelt. Waldemar, unser freundlicher Nachbar und Grundstücksvermittler von gegenüber, entsorgt netterweise alles was Plastik ist für uns und hat uns extra dafür blaue Müllsäcke geschenkt. Ich glaube er hat Mitleid mit uns 😀

Die unter den Brombeeren gefundenen Weißdorn- und Eibenbüsche erholen sich schon etwas und heute habe ich zudem noch einen Stachelbeerbusch „gefunden“. Auch andere Pflänzchen trauen sich an den Stellen aus dem Boden, wo vorher die Brombeeren alles erdückt haben.

Was könnte das sein? Phlox vielleicht?

Als nächstes steht also an, einen neuen Entsorger für den Caravan zu finden. Außerdem habe ich Kontakt zum örtlichen Landwirtschaftsverband aufgenommen um einen Bauern zu finden, der uns das Gelände mit den Brombeeren einmal ordentlich durch mulcht. Angeblich machen die ein Gelände unserer Größe in zwei Stunden platt, wir müssen nur den richtigen Bauern finden. Drückt uns die Daumen!

Verdiente Pause oder „Morgens halb zehn in Deutschland“. Im Hintergrund die Mörderhühner von Waldemar.

Wir sind ausgestattet!

Auf unserer Baustelle gibt es endlich alles was man braucht: eine Kiste Wasser und eine Kiste Bier im Geräteschuppen! Da fällt die Arbeit gleich ein bisschen weniger schwer. Weitere Arbeitserleichterung finden wir in den Geräten, die wir heute von Familie Stein bekommen haben. Ein ganz, ganz dickes Dankeschön dafür! Zusammen mit den Geräte von Luise sind wir jetzt total gut ausgestattet und fühlen und schon fast wie waschechte Gartenfreaks.

Gestern und heute wurde dann der Caravan weiter freigelegt. Man kann ihn jetzt rundherum begehen und wir haben die Deichsel gefunden. Sie ist rostig aber immerhin noch dran, das ist sehr gut.

Eigentlich sind wir jetzt so weit, dass das Ding rausgeholt werden könnte, doch wir haben noch nicht von der Firma zurückgehört, die wir gerne damit beauftragen würden. Erst wenn der Wohnwagen samt Anbau entfernt ist, kann es weiter gehen, denn wir müssen ja Platz für den Abtransport halten.

Vorher-nachher-Foto 1. Ein scheinbar kleiner Schritt, wenn man die Gesamtmenge Brombeeren betrachtet.

Als nächstes kommt dann der Zaunbau an der oberen Grundstücksgrenze. Streng genommen hat man eigentlich nur von oben Zutritt zum Grundstück. Rechts und links von uns sind momentan zwei weitere Brombeerhöllen und am unteren Ende ist nur Acker und ein Bach, ohne Weg. Parallel dazu plant Peter schon den oberen Teil, der später hinter dem Zaun liegen wird und wo wir unser Auto parken werden. Dort müssen wir die erste kleine Terrassierung machen um eine Stellfläche zu erzeugen. Dementsprechend lesen wir derzeit viel über Hangbefestigung, Pflanzsteine, Drainage und Zement.

Vorher-nachher-Foto 2. Die „Ausfahrt“ für den Caravan und zukünftig irgndwann unsere Treppe zur neuen Hütte.

Mit dem neuen Spaten habe ich heute eine erste Probegrabung gemacht um die Situation der Brombeerwurzeln zu eruieren. Sie sind anscheinend unterirdisch genauso dick wie oberirdisch (also bis zu 4cm im Durchmesser) und bilden immer wieder dicke Knoten wo die ehemaligen oberirdischen Teile sprossen (siehe Foto oben). Die Erde ist jetzt, wo es weniger geregnet hat, bei weitem nicht mehr so schwer wie zuerst angenommen und lässt sich tatsächlich gut bearbeiten. Das Umgraben und Wurzeln rausholen wird mega viel Arbeit, das ist klar. Aber wir müssen ja nicht die ganzen 800m2 auf einmal machen und haben schon von einigen Seiten Hilfe angeboten bekommen, die wir auch auf jeden Fall annehmen werden 😀
Bei jedem Spatenstich kommen Regenwürmer zum Vorschein, die Erde ist feucht aber krümelig. Wunderbar!

Emanzipation im Garten oder „die Sensenfrau“

Heute haben wir im Kampf mit den Brombeeren zum ersten Mal technische Hilfe in Form unserer neuen Motorsense bekommen. Peter konnte sich nicht so recht mit ihr anfreunden, deshalb griff er wieder zur Machete und hat mir den Freischneider überlassen. Also kurzerhand das Dinge angeworfen und los gings. Macht ´ne Menge Spaß und beschleunigt das Schneiden, ist aber trotzdem noch immer ziemlich anstrengend.

Immer schön aus dem Zentrum raus 😉

Zwei Stunden später zitterten mir die Hände, aber jetzt steht es in unserem Brombeerfight 2.0! Der Caravan ist jetzt nach vorne hin ziemlich Brombeerfrei und die Schneise zum Rausziehen des Wohnwagens nach oben hin ist fast geräumt. Zumindest an diesem Teil des Grundstücks lichtet sich das Gelände etwas. An die ganzen Wurzeln, die wir da dann irgendwann ausgraben müssen, denken wir jetzt erst mal noch nicht.

Überall Brombeerleichen. Zum Vorschein kam dabei ein Weißdorn, der gerne bleiben darf! Die Thuja degegen wird Peter morgen mit der Motorsäge (und in seiner neuen sexy Schnittschutzhose!) fällen.
Exakt das wird der Blick aus unserer Terrassentür sein (minus der Brombeeren im Vordergrund). Das hält uns ohne Zweifel bei der Stange!
Das ist die Ausfahrt für den Caravan (weg damit!).

Heute bekamen wir außerdem den ersten Besuch von Peters Kollegin Petra, die mit ihrem Lebensgefährten Thomas einen Garten in ca 500m Luftlinie von uns entfernt hat. Sie konnten uns direkt wertvolle Infos geben, zum Beispiel zur Bodenqualität. Petra sagt, bei ihr wächst und wuchert alles ganz wunderbar, der Boden hier sei ganz hervorragend, leicht sauer, lehmig und somit nicht zu trocken aber auch ohne zu viel Nässe. Letzteres hatte ich vorher gerade auch getestet indem ich Wasser in ein gegrabenes Loch gegossen habe. Es ist gut versickert, sodass wir uns um Staunässe keine Sorgen machen müssen.

Petra und Thomas waren sich einig, dass unser Grundstück zwar viel Arbeit bedeute, aber der Ausblick und die südöstliche Lage wirklich traumhaft seien. Außerdem haben sie uns Hilfe in Form von Kettensägenarbeiten und dem Teilen ihres Wissen angeboten, sowie ein kühles Bier aus ihrem Kühlschrank wann immer wir eine Pause brauchen. Mit solchen Nachbarn – auch wenn sie ein paar Wege weiter ihren Garten haben – kann nicht mehr viel schief gehen.

Und a propos Nachbarn. Auch Waldemar von gegenüber trafen wir heute wieder. Er hatte ein paar Säcke Plastikmüll für uns entsorgt und uns gleich noch neue Müllsäcke und einen Handfeger geschenkt. Fühlt sich rundum wirklich gut an!

Wirklich beeindruckend ist dieser Anblick wohl nur, wenn man den Vergleich zu vorher hat (als der Caravan komlett unter Brombeeren lag und fast nicht sichtbar war). Wir sind mit dem Fortschritt erst mal zufrieden.

Mehr Handarbeit

Das Wetter wird schöner und so waren wir heute für ein paar Stunden im „Garten“ (so richtig passt diese Bezeichung noch nicht…) um uns weiter um Brombeeren und Co zu kümmern.

Der Plan war, mit unserem nagelneuen Stromaggregat die elektrische Heckenschere anzuschmeißen und im großen Stil zu roden. Das Aggregat funktioniert super (ist aber auch echt s§$%& schwer), nur die Heckenschere wollte nicht. Also hieß es nochmal händisch mit Machete und Astschere ran gehen. Drei Stunden später war dann mehr Platz um den moderigen Caravan das Dornröschenschloss. Und die Schneise, die wir brauchen werden um letzteren herauszuholen, ist auch schon fast frei. Der Strom wurde dann doch noch gebraucht, denn Peter hat kurzerhand zwei kleinere Birken gefällt, die dem Wohnwagen bei seiner Fahrt vom Grundstück leider völlig im Weg stehen.

Während Peter den Brombeeren zuleibe rückte, kümmerte ich mich um den Zuweg von oben, der bisher nur ein schmaler Weg war und für die Wohnwagen-Aktion noch wesentlich breiter werden musste. Den Fortschritt erkennt man wohl nur, wenn man weiß, wie es vorher aussah, aber wir sind mit dem Tagwerk heute ganz zufrieden.

Zwischendurch habe ich mich mal am unteren Rand des Grundstücks umgesehen um eine erste kleine Bestandsaufnahme zu machen. Unten ist sehr viel Gras (Rasen-Schmiele?), zwischendurch finden sich ein paar Disteln und Brennesseln, sonst wenig. Gefunden habe ich dort auch drei Sträucher, die mir verdächtig nach Johannisbeeren aussehen. Der Bodentest, den ich heute an zwei Stellen gemacht habe, sagt uns, dass der Boden leicht sauer ist und der ph-Wert bei etwa sechs liegt. Das ist nicht ideal aber machbar. Außerdem ist die Erde lehmig und insbesondere weiter unten feucht. Die Humusschicht ist sehr dünn. Unser Plan, an den Stellen wo Brombeerwurzeln raus kommen direkt Gründüngung zu säen (Phacelia und Lupine – sie durchwurzeln den Boden gründlich und lockern ihn dadurch auf und durch das Einarbeiten des abgemähten Materials kann sich langsam eine Humusschicht aufbauen) passt also gut dazu.

Den Rest des Tages werden wir versuchen in Erfahrung zu bringen, wie wir die Heckenschere zum Laufen bekommen. Nebenbei recherchiere ich mit großer Freude einheimische Gehölze und Rosensträucher und stelle schon mal meine persönliche Wunschliste zusammen, auch wenn das Pflanzen dieser Gewächse sicher nicht vor Herbst vonstatten gehen wird (was sowieso die beste Zeit ist um heimische Gehölze zu setzen). Ich träume von Zimt- und Kartoffelrosen, Felsenbirnen, Pfaffenhütchen und Faulbäumen (kein sehr attraktiver Name, ist klar, aber der Lieblingsbaum des Zitronenfalters und sehr gut verträglich für unsere Bodenbeschaffenheit). Peter wünscht sich Obstbäume und Bambus. Der Platz ist auf jeden Fall für alles da!

Ortstermin

Gestern trafen wir spontan einen Kollegen von Peter (seines Zeichens Fortwirt) an unserer Smultronställe um seine Meinung zu den diversen Problemzonen unseres Stückles einzuholen. Neben der Frage nach dem Erhalt oder Fällen diverser Bäume (sind nicht so viele), der Hangsicherung und zum Zaunbau haben wir auch diskutiert, wie der Caravan vom Grundstück entfernt und die Zone des Grauens maschinell entschärft werden kann. Als Fachmann hat er direkt bei der Entsorgungsfirma seines Vertrauens angerufen, die sich kommenden Woche bei uns melden wird. Wir haben uns dazu entschlossen, für die groben und schweren Arbeiten professionelle (und bezahlte) Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Die Brombeerhölle wird uns dann im Anschluss noch genug fordern. Die Elektrosense für die überirdische Entfernung der Brombeeren ist bereits auf dem Weg zu uns, dann fehlt nur noch das Stromaggregat und das Gemetzel kann losgehen. Einen großen Teil werden wir vorläufig erst mal stehen lassen und schrittweise vorgehen um eventuell brütende Vögel möglichst wenig zu stören.

Gegen Ende des Ortstermins setzte dann der Regen ein, der bis heute anhielt. Und was macht man wenn es regnet, man aber zu Coronazeiten im Gartenfieber ist? Richtig: Planen und virtuell einkaufen 😉

Also sitzen wir über Büchern und durchforsten das Internet nach Bauanleitungen (ich weiß jetzt was eine Knüppeltreppe ist!) und -material und entwerfen unsere Trockentrenntoilette.

Gestriges Highlight war jedach mit Abstand Peters Anprobe der einzigen Maske, die er wirklich richtig gerne trägt (siehe oben) 😀

Auch so ne Art Tinyhouse…

Heute, an Peters Geburtstag, gingen wir in die zweite Runde. Die Brombeeren hatten dieses Mal Pause, stattdessen war der Plan, ein Gerätehaus aufzubauen, damit wir Gerätschaften schon dort lassen können und nicht immer alles hin und her fahren müssen. Bei der Gelegenheit durfte auch direkt Peters Eltern einen ersten Blick auf das Gelände werfen. Praktischerweise lag in der Zone des Grauens noch eine aufblasbare Geburtstagstorte 😉

Familie Menke

Seit einer Woche sind wir plötzlich eifrige Leser von Baumarkt-Prospekten und haben direkt ein prima reduziertes Gerätehaus gefunden und auch gleich zugeschlagen. Team Smultronställe hat knapp vier Stunden gebraucht und das Ding stand wie eine eins, erst mal auf einem vorläufigen Platz.

Das Abenteuer beginnt

Heute war dann also Tag 1 unseres Abenteuers. Wir haben den Vorvertrag unterzeichnet, eine neue Freundin kennengelernt (Nala, die Katze unseres Nachbarn) und uns mit der Machete und diversen anderen Geräten Zutritt zur Brombeerhölle verschafft. Diese ist grob geschätzt 800 m2 groß, ganz schön hoch und fies dornig. Vorher mussten wir uns aber erst noch durch die Zone des Grauens kämpfen, die ihren Namen deshalb bekam, weil es der Ort ist an dem in den letzten drei Jahren Hinz und Kunz zusammen mit ihrem Grünschnitt auch gleich alte Tannenbäume und jeglichen anderen Müll abgekippt haben, den sie so los werden wollten.

Ziel war es, heute zumindest bis an den alten Caravan zu kommen und uns davon einen Eindruck zu verschaffen. Wie ein marodes, vergammeltes Dornröschenschloss schlummert dieser alte Wohnwagen seit Jahren unter einem Dickicht von Brombeeren vor sich hin. Wir konnten uns tatsächlich bis dort hin vorarbeiten und ihn rundherum frei legen und begutachten. Letzteres war vor allem wichtig, damit wir ausmessen konnten, wie groß der Wagen samt Über- und Vorbau ist, um so die Maße zu ermitteln, die das geplante neue Gartenhaus haben kann. Mein erster Eindruck täuschte mich zum Glück, denn das Ding ist größer als erwartet, sodass wir mit der Fläche, die wir gerne hätten, locker auskommen. Das waren echt gute Neuigkeiten, obwohl es gleichzeitig bedeutet, dass es mehr zu entsorgen gibt.

Unsere neue Freundin Nala

Fünf Stunden später waren wir zufrieden mit unserem Tagwerk: Ein erster Haufen Müll ist gesammelt (volle Lackdosen einfach in die Natur schmeißen? Really?! What´s wrong with you people?!), der Caravan liegt frei, wir haben Rehe und einen Hasen über das Feld jagen sehen (jawohl, einen echten Hasen!) und bei den Brombeeren steht es 1:0 für uns (allerdings ist ja bekanntlich nach dem Spiel vor dem Spiel und die Saison hat sozusagen gerade erst begonnen…). Das Wetter hatte alles zu bieten von blauem Himmel bis Hagel und Schnee, hat aber alles in allem gut gepasst.

Vorher.
Sie nannten ihn Machete.
Ein Dank an Marlies und Peter für die echt paraguayische Urwaldmachete!
Tagesausbeute
Freigelegt! Mit viiiiiel Fantasie sieht man hier einen Teil der zukünftigen Terrasse.

Als nächstes werden wir am Wochenende einen Kollegen von Peter – seines Zeichens Forstwirt – am Garten treffen um uns fachmännischen Rat zur Beseitigung der Brombeeren bzw deren Wurzeln einzuholen und mit ihm zu besprechen, wie der Caravan rausgeholt werden kann. Zudem entwerfen wir derzeit unser zukünftiges Gartenhaus, das noch diese Woche bestellt werden muss, damit wir es in den Sommerferien geliefert bekommen und aufbauen können. Wir beschäftigen uns mit Solaranlagen, Trockentrenntoiletten, Gründüngung, Trockenmauern, Stromaggregaten, Freischneidern und vielem mehr.

Das Abenteuer hat tatsächlich begonnen. Wir werden schwitzen und sicher auch mal fluchen, Fehler machen und viel lernen, aber wir freuen uns auf die Reise!