Nur die Harten kriegen ´nen Garten

Monat: Dezember 2021 (Seite 1 von 1)

Jetzt schon ans Frühjahr denken

Im letzten Blogpost vor Weihnachten gibt es für euch nochmal Fotos der vergangenen zwei Wochen. Gärtnerisch ist jetzt natürlich gerade nichts zu tun, aber Peter ist nach wie vor mit dem Fundament beschäftigt und ich widme meine Aufmerksamkeit noch immer den Brombeeren und nun auch der Gemüseplanung für das nächste Jahr.

In trübem Wetter ging es letzte Woche weiter. In mehreren Fahrten haben wir Beton-Schalsteine vom Baumarkt geholt sowie weitere Zementsäcke und Torstahl für die Fundament-Armierung. Wie beim ersten Mal fand das Betonmischen und -gießen in kaltem Nieselwetter statt, aber da wir die vergleichsweise wärmeren Tage noch nutzen wollten damit alles bis März fertig wird, konnten wir nicht warten. Und außerdem haben wir ja sonst derzeit sehr wenig zu tun, da kommt der Garten gerade recht.

Die zweite Reihe Steine steht auf dem gegossenen Fundament

Die Teile des Fundaments, auf denen die Schalsteine stehen werden (die dann noch mit Beton vollgegossen werden müssen) sind nun fertig. Dieses Mal stand Peter an der Mischmaschine und ich habe nivelliert. Hat gut geklappt und der Regen hielt sich so weit in Grenzen, dass wir alles fertig machen konnten, was wir geplant hatten.

Der letzte Teil des Fundaments wird eine kleine Bodenplatte, die wir im hinteren Teil noch gießen müssen und natürlich das Verfüllen der Schalsteine. Ist noch einiges an Arbeit, aber es geht ganz gut voran!

Parallel dazu durften weitere Brombeeren weichen, und zwar um dem zukünftigen Gemüsegarten Platz zu machen. Dieser Teil wird erst mal ca 40 m2 groß sein und insgesamt sechs Hochbeete und ein „normales“ Beet beherbergen. Hochbeete kosten zwar Geld und machen erst mal Arbeit, sind aber aufgrund der Wühlmaus-Population der Gemüseanbau der Wahl. Bevor wir sie bauen können, müssen aber erst noch die Brombeeren samt Wurzeln weg. Dann können wir den Boden etwas einebnen, die Beete stellen und zwischendrin dick mit Holzhackschnitzeln mulchen. Soweit der Plan. Geschnitten und geräumt ist nun schon alles, als nächstes kommt mal wieder der harte Teil (die Wurzeln). Aber man kann sich jetzt schon vorstellen, wo und wie das aussehen wird.

Hier kann man gut erkennen, wo das dieswöchige Brombeer-Massaker stattfand (der dunklere Teil des Bodens). Das Holzbeet kommt weg und wird umplatziert. Das gesamte hier sichtbare Areal wird vorraussichtlich der Gemüsegarten.
Die aktuelle Brombeerhalde. Sieht hier kleiner aus als sie tatsächlich ist. Die Ruten werden getrocknet und im Frühjahr gehäckselt und als Füllmaterial für die Hochbeete dienen.

Die Tage zu Hause habe ich in der letzten Zeit mit der Planung des Gemüseanbaus verbracht. Meine Lieblings-Gärtnerin auf Youtube (Marie von Wurzelwerk) hat ganz tolle Videos zu den Themen Anbauplanung, Mischkultur, Fruchtfolge, etc. von denen man ganz viel lernen kann. Neben den genannten Aspekten gilt ja dann auch noch, die Beete möglichst lange und ganz auszunutzen. War ein ziemliches Puzzlespiel, das aber viel Freude gemacht hat. Als Vorlage benutzte ich den Anbauplan von Marie, den man sich kostenlos herunterladen kann. Dann habe ich ein bisschen getüftelt, ein paar Sachen ausgetauscht und fertig war der Plan für insgesamt sechs Beete, die jedes Jahr rotieren für die passende Fruchtfolge. Wer mich kennt, weiß, dass ich ja schon immer eine Streberin war, und so wird es euch nicht überraschen, dass die Planung so aussieht:

Im Anschluss daran durfte ich dann im Internet Saatgut shoppen gehen. Zalando und Co können mich ja wenig in Verzückung bringen, Bingenheimer und Dreschfleger dafür heutzutage umso mehr. Und gerade eben kam schon ein erster dicker Umschlag Saatgut mit Radieschen, Fenchel, Lauch, Postelein, etc. bei uns an.

Heute schien dann endlich mal wieder die Sonne. Während Peter leider erkältet auf dem Sofa bleiben musste, konnte ich noch ein paar Sonnenstrahlen in der Kälte sammeln und weiteren Brombeeren der Garaus machen. Die kalte, frische Luft tat richtig gut und der Garten sah mit dem Raureif richtig schön aus. Bis zum nächsten Winter haben wir dann hoffentlich ein Häuschen samt Ofen dort um uns zwischendruch ausfwärmen zu können.

Schaffe, schaffe Häusle baue und Freiheit für die Birke

Teil eins des Fundaments ist fertig! Peter hatte super vorgearbeitet und die Armierung in den Fundamentgräben schon letzte Woche fertig bekommen. Am vergangenen Wochenende konten wir dann schon Beton gießen. Vorher hatten wir uns noch fachmännische Beratung von unserem schwedischen Freund Johan geholt, der uns bestätigte, dass auch leichte Minusgrade beim Aushärten nicht tragisch sind.

Armierung und Schalung des Fundaments, rechts daneben das Drainagerohr

Der Wetterbericht hatte einen trockenen Tag angesagt (zumindest bis zum späten Nachmittag), also legten wir mit Hilfe der Betonmischmaschine unseres Nachbarn Waldemar los. Ich an der Schippe, Peter an der Schubkarre.

Knapp drei Stunden später und bei einsetzendem Regen wurden wir gerade rechtzeitig fertig. Alles ist schön glattgezogen und hoffentlich im Wasser (also nicht im Regen, sondern schön gerade).

Dieses Wochenende holen wir die vorbestellten Schalungssteine ab, die dann auf das Fundament drauf gestellt und wieder mit Beton verfüllt werden. Vorher muss aber der Beton erst völlig aushärten.

Während Peter mit der Armierung zugange war, habe ich die Birke weiter von Brombeeren befreit. Die Birke steht jetzt völlig frei und hat wieder Luft und das rechte Areal des Gartens öffnet sich jetzt langsam dem Blick (und der zukünftigen Planung). Als blaue Überraschungseier haben wir in den Brombeeren unter der Birke mal wieder vier (!) Wasserfässer gefunden. Ich bin gespannt, was sich noch alles unter dem Rest verbirgt – in etwa 100 m2 Brombeeren sind wohl noch zu roden.

Blick von oben
Blick von der Seite

Da die Fotos schon wieder ein paar Tage alt sind sieht man nicht, wie weit wir an dieser Stelle bereits gekommen sind, zumal unsere Freundin Anna am letzten Dienstag an dieser Stelle geholfen hat.

Nebenbei hatten wir dann noch die Idee, im nächsten Frühjahr mit Weidenruten an der rechten Grenze zum unbewirtschafteten Nachbargrundstück einen lebenden Zaun zu setzen. Dafür steckt man frisch geschnittene Weidenruten eng nebeneinander in den Boden und verflechtet sie miteinander. Sie wachsen dann an und ergeben einen wunderbar grünen, schönen Zaun der irgendwann zur Hecke wird. Die Weidenruten müssen aber natürlich irgendwo herkommen. An der südlichen Grundstücksgrenze stehen ja einige Kopfweiden, die auch geschnitten werden. Also habe ich kurzerhand NABU und BUND Ortsgruppen der Umgebung kontaktiert und tatsächlich herausgefunden, dass es der NABU Mettmann ist, der sich um diese Weiden kümmert. Ein Gespräch mit einer sehr freundlichen Dame ergab, dass sie sich über unser Hilfsangebot bei der Pflege der Kopfweiden sehr freut und wir die Ruten dann tatsächlich gerne behalten dürfen. Kurzerhand bin ich dann auch direkt beim NABU Mitglied geworden. Das knüpft an meine langjährige Tätigkeit auf Wallnau im Vogelschutzgebiet des NABU an und der Kreis schließt sich so wieder 🙂