Im letzten Blogpost vor Weihnachten gibt es für euch nochmal Fotos der vergangenen zwei Wochen. Gärtnerisch ist jetzt natürlich gerade nichts zu tun, aber Peter ist nach wie vor mit dem Fundament beschäftigt und ich widme meine Aufmerksamkeit noch immer den Brombeeren und nun auch der Gemüseplanung für das nächste Jahr.
In trübem Wetter ging es letzte Woche weiter. In mehreren Fahrten haben wir Beton-Schalsteine vom Baumarkt geholt sowie weitere Zementsäcke und Torstahl für die Fundament-Armierung. Wie beim ersten Mal fand das Betonmischen und -gießen in kaltem Nieselwetter statt, aber da wir die vergleichsweise wärmeren Tage noch nutzen wollten damit alles bis März fertig wird, konnten wir nicht warten. Und außerdem haben wir ja sonst derzeit sehr wenig zu tun, da kommt der Garten gerade recht.

Die Teile des Fundaments, auf denen die Schalsteine stehen werden (die dann noch mit Beton vollgegossen werden müssen) sind nun fertig. Dieses Mal stand Peter an der Mischmaschine und ich habe nivelliert. Hat gut geklappt und der Regen hielt sich so weit in Grenzen, dass wir alles fertig machen konnten, was wir geplant hatten.

Der letzte Teil des Fundaments wird eine kleine Bodenplatte, die wir im hinteren Teil noch gießen müssen und natürlich das Verfüllen der Schalsteine. Ist noch einiges an Arbeit, aber es geht ganz gut voran!
Parallel dazu durften weitere Brombeeren weichen, und zwar um dem zukünftigen Gemüsegarten Platz zu machen. Dieser Teil wird erst mal ca 40 m2 groß sein und insgesamt sechs Hochbeete und ein „normales“ Beet beherbergen. Hochbeete kosten zwar Geld und machen erst mal Arbeit, sind aber aufgrund der Wühlmaus-Population der Gemüseanbau der Wahl. Bevor wir sie bauen können, müssen aber erst noch die Brombeeren samt Wurzeln weg. Dann können wir den Boden etwas einebnen, die Beete stellen und zwischendrin dick mit Holzhackschnitzeln mulchen. Soweit der Plan. Geschnitten und geräumt ist nun schon alles, als nächstes kommt mal wieder der harte Teil (die Wurzeln). Aber man kann sich jetzt schon vorstellen, wo und wie das aussehen wird.


Die Tage zu Hause habe ich in der letzten Zeit mit der Planung des Gemüseanbaus verbracht. Meine Lieblings-Gärtnerin auf Youtube (Marie von Wurzelwerk) hat ganz tolle Videos zu den Themen Anbauplanung, Mischkultur, Fruchtfolge, etc. von denen man ganz viel lernen kann. Neben den genannten Aspekten gilt ja dann auch noch, die Beete möglichst lange und ganz auszunutzen. War ein ziemliches Puzzlespiel, das aber viel Freude gemacht hat. Als Vorlage benutzte ich den Anbauplan von Marie, den man sich kostenlos herunterladen kann. Dann habe ich ein bisschen getüftelt, ein paar Sachen ausgetauscht und fertig war der Plan für insgesamt sechs Beete, die jedes Jahr rotieren für die passende Fruchtfolge. Wer mich kennt, weiß, dass ich ja schon immer eine Streberin war, und so wird es euch nicht überraschen, dass die Planung so aussieht:

Im Anschluss daran durfte ich dann im Internet Saatgut shoppen gehen. Zalando und Co können mich ja wenig in Verzückung bringen, Bingenheimer und Dreschfleger dafür heutzutage umso mehr. Und gerade eben kam schon ein erster dicker Umschlag Saatgut mit Radieschen, Fenchel, Lauch, Postelein, etc. bei uns an.
Heute schien dann endlich mal wieder die Sonne. Während Peter leider erkältet auf dem Sofa bleiben musste, konnte ich noch ein paar Sonnenstrahlen in der Kälte sammeln und weiteren Brombeeren der Garaus machen. Die kalte, frische Luft tat richtig gut und der Garten sah mit dem Raureif richtig schön aus. Bis zum nächsten Winter haben wir dann hoffentlich ein Häuschen samt Ofen dort um uns zwischendruch ausfwärmen zu können.