Das Wetter wird schöner und so waren wir heute für ein paar Stunden im „Garten“ (so richtig passt diese Bezeichung noch nicht…) um uns weiter um Brombeeren und Co zu kümmern.
Der Plan war, mit unserem nagelneuen Stromaggregat die elektrische Heckenschere anzuschmeißen und im großen Stil zu roden. Das Aggregat funktioniert super (ist aber auch echt s§$%& schwer), nur die Heckenschere wollte nicht. Also hieß es nochmal händisch mit Machete und Astschere ran gehen. Drei Stunden später war dann mehr Platz um den moderigen Caravan das Dornröschenschloss. Und die Schneise, die wir brauchen werden um letzteren herauszuholen, ist auch schon fast frei. Der Strom wurde dann doch noch gebraucht, denn Peter hat kurzerhand zwei kleinere Birken gefällt, die dem Wohnwagen bei seiner Fahrt vom Grundstück leider völlig im Weg stehen.

Während Peter den Brombeeren zuleibe rückte, kümmerte ich mich um den Zuweg von oben, der bisher nur ein schmaler Weg war und für die Wohnwagen-Aktion noch wesentlich breiter werden musste. Den Fortschritt erkennt man wohl nur, wenn man weiß, wie es vorher aussah, aber wir sind mit dem Tagwerk heute ganz zufrieden.

Zwischendurch habe ich mich mal am unteren Rand des Grundstücks umgesehen um eine erste kleine Bestandsaufnahme zu machen. Unten ist sehr viel Gras (Rasen-Schmiele?), zwischendurch finden sich ein paar Disteln und Brennesseln, sonst wenig. Gefunden habe ich dort auch drei Sträucher, die mir verdächtig nach Johannisbeeren aussehen. Der Bodentest, den ich heute an zwei Stellen gemacht habe, sagt uns, dass der Boden leicht sauer ist und der ph-Wert bei etwa sechs liegt. Das ist nicht ideal aber machbar. Außerdem ist die Erde lehmig und insbesondere weiter unten feucht. Die Humusschicht ist sehr dünn. Unser Plan, an den Stellen wo Brombeerwurzeln raus kommen direkt Gründüngung zu säen (Phacelia und Lupine – sie durchwurzeln den Boden gründlich und lockern ihn dadurch auf und durch das Einarbeiten des abgemähten Materials kann sich langsam eine Humusschicht aufbauen) passt also gut dazu.
Den Rest des Tages werden wir versuchen in Erfahrung zu bringen, wie wir die Heckenschere zum Laufen bekommen. Nebenbei recherchiere ich mit großer Freude einheimische Gehölze und Rosensträucher und stelle schon mal meine persönliche Wunschliste zusammen, auch wenn das Pflanzen dieser Gewächse sicher nicht vor Herbst vonstatten gehen wird (was sowieso die beste Zeit ist um heimische Gehölze zu setzen). Ich träume von Zimt- und Kartoffelrosen, Felsenbirnen, Pfaffenhütchen und Faulbäumen (kein sehr attraktiver Name, ist klar, aber der Lieblingsbaum des Zitronenfalters und sehr gut verträglich für unsere Bodenbeschaffenheit). Peter wünscht sich Obstbäume und Bambus. Der Platz ist auf jeden Fall für alles da!
Luise Sauer sagt:
Fleissig, fleissig! So gehts stetig voran und dann lässt es sich auch für die pflanzzeit planen. Was sich auf dem foto als stellplatz des wohnwagens abzeichnet ,sieht so aus als wäre der platz auch gross genug für euer blockhäuschen! Schön, dass das wetter mitspielt und ihr die coronapause so nutzen könnt. Viel freude weiterhin!
13. April 2021 — 17:15
Sonja sagt:
Ja, genau, unser geplantes Häuschen ist sogar ein kleines bisschen kleiner als der Caravan samt Anbau. Dafür aber einen Meter höher, da wir einen Schlafboden unter einem Satteldach haben werden.
13. April 2021 — 18:34