Heute möchten wir euch ein paar Vergleiche zeigen anhand von Fotos, die wir im April 2021 und im Mai 2023 gemacht haben. Man sieht, wie viel in diesen gut zwei Jahren passiert ist. Wir schauen uns das gerne immer mal wieder an, weil wir selbst manchmal vergessen, was schon alles geschafft ist.
Damals der abgerockte Camper, heute unser Traum-Tiny-Haus.Kaum wiederzueerkennen, oder?Die gleiche Stelle wie gerade eben, nur von unten betrachtet.Blick von der unteren Wiese nach oben.
Im letzten Blogbeitrag haben wir euch ja schon den Aufbau des Gewächshauses und dessen Resultat vorgestellt. Mittlerweile sind ein paar Wochen vergangen und wir haben tatsächlich schon so einiges daraus ernten können. So ein Gewächshaus ist echt eine super tolle Sache!
Gepflanzt hatten wir Setzlinge von Romanasalat, Baquieusalat und Kohlrabi. Dazu gesellte sich Saatgut von Radieschen, Pflücksalat und Spinat. Alles ging innerhalb kürzester Zeit ab wie Schmidt´s Katze. Die Schnecken bleiben draußen, die Wühlmäuse sind aber ambitioniert und schon zwei Mal eingebrochen, sodass ich nun mit einer Rasenkante nachgebessert habe und hoffe, dass sie das abhält. Die Schafwolle alleine war also nicht genug, wobei sie aber auch nicht am Rand verlegt wurde, wo die Mäuse sich den Weg hinein graben. Wir werden sehen.
Die Radieschen sind nun fast schon alle geerntet und auch Salat und Spinat haben wir schon kräftig reduziert. Das ist nun auch nötig, denn in wenigen Tagen sollen die Tomaten, Paprika und mehr einziehen (edit: es ist schon wieder drei Wochen später – ich bin nicht früher dazu gekommen diesen Eintrag fertig zu schreiben – und die Tomaten und Paprika wachsen schon kräftig vor sich hin). Der Kohlrabi braucht zwar noch 1-2 Wochen, darf aber zwischen den Paprikasetzlingen weiterwachsen, die zwei vertragen sich nämlich gut. Die Tomaten bekommen als Unterpflanzung Knollensellerie. Auch diese beiden mögen sich. Einen Teil des Spinats werden wir einfach zwischen den Tomaten belassen bis er blüht und weiter ernten.
Weil Gurken und Tomaten keine idealen Partner im Gewächshaus sind, bekommen die Gurken dieses Jahr ein eigenes Domizil in dem Folienhäuschen, das letztes Jahr Unterstand für ein paar Tomaten war. Auch dieses haben wir mittlerweile aufgebaut. Raus kommen die Gurken aber erst nach den Eisheiligen Mitte Mai.
In den Osterferien hatte Peter die Gelegenheit von einem Kollegen eine Akkumotorsäge vom Feinsten auszuleihen. Das Teil ist von Huskvarna (an deren Unternehmenssitz wir wenige Tage vorher auf unserem Trip nach Stockholm vorbeigefahren waren) und somit quasi der Ferrari unter den Akkumotorsägen. Also Schnittschutzhose an und losgelegt. Es gab eine ganze Menge Weidenholz klein zu machen, das wir kostenlos bekommen haben, als die Kopfweiden unten am Gartenrand geschnitten wurde. Die Heizleistung von Weide ist nicht optimal, aber dafür war es kostenlos und ja auch schon direkt bei uns. Außerdem trocknet Weide wohl recht schnell. Peter hatte viel Spaß mit der Motorsäge und unser Holzvorrat ist erst mal gesichert, auch wenn wir bei Gelegenheit gerne noch etwas Hartholz nachlegen würden.
Auch der Platz vor dem Gewächshaus wollte natürlich gestaltet werden, und zwei Wochen später gibt es dort nun einen Weg (der noch einen Belag braucht, denn bei Regen wird unser lehmiger Boden sehr rutschig) und Blumenbeete, die ich mit fast ausschließlich einheimischen Stauden bepflanzt habe (Hundsrose, Blutweiderich, Odermennig, Sumpfnelkenwurz, Wiesenplatterbse, Schlüsselblume, Günsel, Vergissmeinnicht, Schwertlilie, etc.).
Ich lerne dieses Jahr: Der Frühling ist die Zeit, in der sich am meisten verändert im Garten. Nicht nur weil alles schnell wächst, sondern weil es warm genug ist um einiges im Garten zu tun aber nicht so heiß, dass man nur im Schatten abhängen möchte. So gab es auch diesen Frühing viele strukturelle Veränderungen. Neben Gewächshaus, Wegen und Blumenbeeten gibt es auch neue Gemüsebeete, denn wir haben gemerkt, dass wir längst nicht alles unter kriegen, was wir gerne essen möchten 😀 Also wurden die Brombeeren wieder etwas weiter zurück gedrängt und neue Beete angelegt.
In diesen hier wachsen mittlerweile bereits Kartoffeln und Zwiebeln. Die gesäten Buschbohnen haben uns die Schnecken leider weggefressen, die uns dieses Jahr häufiger Besuch abstatten als letztes. Was sicher aber auch daran liegt, dass wir mehr Beete haben, vor allem mehr Beete, die keinen Schneckenschutz haben. Aber auch in den Hochbeeten schlagen die Schneckos mehr zu, weshalb ich – inspiriert von einem meiner Lieblings-Garten-Youtube Robert aus Sachsen – diese nun Fort-Knox-mäßig mit Schneckenrand und Schafwolle in allen Ritzen ausgestattet habe. Seitdem ist es tatsächlich sehr viel besser.
Und a propos Pflanzenschutz. Durch andere Recherchen bin ich auf das Thema Elektrokultur aufmerksam geworden. Ich empfehle sehr, dieses Thema mal im Internet zu recherchieren, denn ich kann es hier nur kurz anreißen. Im Wesentlichen geht es darum, die elektrische Spannung der Luft über Kupferdraht in den Boden zu leiten, sodass sich darüber die Ladung des Wassers ändert und dieses für Pflanzen besser verfügbar wird (samt der darin enthaltenen Nährstoffe). Dieses Prinzip kann man auf viele Arten anwenden und der Strom im Boden ist tatsächlich messbar, also kein esoterisches Blabla. Im 19. Jahrhundert wurde Elektrokultur vor allem in Frankreich umfangreich angewendet. Das Resultet sind (angeblich) robuste Pflanzen und höhrerer Ertrag.
Wenn ich sowas lese, muss ich es natürlich auch ausprobieren. Also einen Stab mit Kupferdraht umwickeln (oben noch einen Bergkristall dran – auch das ist keine Esoterik sondern das verstärkt tatsächlich die Ladung) und ab ins Beet. Versuchsobjekt ist der Rhabarber. Von dem habe ich zwei Stück gesetzt. Beide mickerten seit Wochen vor sich hin. Beide bekommen gleich viel Sonne, Wasser, etc und haben die gleiche Erde. Vier Wochen später ist das Ergebnis deutlich sichtbar. Der Rhabarber mit Antennen hat zahlreiche Blätter ausgetrieben und hat endlich eine saftige, grüne Farbe, steht richtig gut da. Der andere hat in der gleichen Zeit nur ein neues Blatt gebildet und machte im Wesentlichen noch immer den gleichen unzufriedenen Eindruck wie vorher. Zufall? Vielleicht. Ich werde weiter experimentieren und berichten.
Nicht täuschen lassen. Ich hatte die Antenne vor der Aufnahme gewechselt (sie steht auf dem Bild bei der noch immer mickernden Pflanze), damit diese auch endlich in die Gänge kommt. Außerdem hatte ich dem rechten vier Tage vorher noch eine kleine Antenne hingestellt, woraufhin sich direkt zwei kleine Blätter zeigten. Das Bild dokumentiert leider den Unterschied eher schlecht, gibt aber doch einen kleinen Eindruck.
Strukturell gibt es aber noch zwei weitere Neuheiten im Garten: 1. Unseren Kühlschrank bzw seit gestern sogar im Plural 2. Die Außendusche
Um mehrere Tage am Stück im Garten sein zu können, fehlte uns noch eine gute Möglichkeit zur Kühlung und Körperhygiene. Für beides haben wir eine gute Lösung gefunden.
Zum Kühlen haben wir uns mangels Strom für die Variante Erdkeller 2.0 entschieden. Der erste Kühlschrank ist ein ca 1m langes Rohr, das in den Boden eingelassen wird. Innen ist eine herausziehbare Etagere, in die prima mehrere Flaschen passen. Und kühl hält das Ding tatsächlich, wir schätzen so ca 8-10 Grad, was für Getränke durchaus reicht.
Butter, etc. lässt sich aber aufgrund der Form nicht richtig gut darin aufbewahren. Also musste eine andere Lösung her. Hier kam uns wieder unser Freund Tobias zur Hilfe (von dem wir schon die ganzen Palettenrahmen bekommen haben). Seines Zeichens Schrotthändler hat er uns mal eben einen hohlen Stahlträger vorbei gebracht, den Peter kurzerhand ebenfalls im Boden eingegraben ist. Mit Betonplatte als Boden und isoliertem Deckel dürfte das auch sehr gut funktionieren. Am Freitag werden wir es feststellen (das Ding ist erst seit gestern im Boden).
Für Kälte ist nun hoffentlich gesorgt, bleibte nur noch die Wärme. Zum Duschen. Hierfür haben wir eine Solardusche gekauft, die an einem sonnigen Platz steht und nur über die Sonnenstrahlen das darin gespeicherte Wasser erwärmt. Angeschlossen wird sie ganz einfach mit einem Wasserschlaucht. Noch ist es nicht wirklich Sommer, aber wir haben schon angeduscht und das Wasser war zumindest schon mal lauwarm. Und nirgends duscht es sich schöner als unter freiem Himmel mit Blick in die Natur. Wir sind sehr zufrieden damit.
Am Gerüst rechts daneben werden hoffentlich demnächst Stangebohnen wachsen und noch etwas Blickschutz bieten, aber eigentlich geht es auch jetzt schon gut. Meist sind wir abends die einzigen, die sich noch in den Gärten aufhalten und schon jetzt fühlen wir uns unbeobachtet 🙂
Aktuell in Arbeit ist noch der Quellstein mit Wasserspiel, der für ein schönes Geplätscher und als Tränke für Vögel und Insekten dienen soll. Aufgebaut ist das ganze schon, aber die Solarwasserpumpe dafür fehlt noch. Fotos werden nachgeliefert!
Zum Abschluss jetzt noch ein paar Fotos davon, wie es aktuell im Garten aussieht. Zum ersten Mal blüht jetzt schon ganz viel und insgesamt fühlt es sich jetzt tatsächlich wie ein Garten an, nicht mehr nur wie ein Grundstück mit viel Arbeit. Und wie man sieht, gönnen wir uns auch Pausen und genießen einfach nur das Da-sein in unserem Idyll. Neulich sogar vier Tage am Stück <3
…und zwar dieses Mal endlich das Gewächshaus! Juhu!
Schon im Herbst hatten wir uns nach langer Recherche ein Gewächshaus des österreichischen Herstellers GFP geleistet, mit dem Plan dieses in den Weihnachtsferien aufzubauen. Der Dezember hielt uns dann ja aber mit diversen Infekten inklusive Covid zu Hause fest und so konnten wir erst im Januar damit beginnen, die benötigte Fläche dafür einzuebnen und das Punktfundament für das Häuschen anzufertigen. Dafür mussten – keine Überraschung – natürlich auch erst wieder Brombeeren mitsamt ihren Wurzeln weichen, was immer anstrengend und viel Arbeit ist, aber eben unvermeidlich. Irgendwie haben wir uns auch dran gewöhnt. Danach sah das ganze dann erst mal so aus:
20m2 Brombeeren sind Geschichte
Nun war es endlich so weit, dass wir das gute Stück aufbauen konnten. Diverse Erfahrungsberichte im Internet hatten uns einen Heidenrespekt bzgl des Aufbaus eingejagt und wir rechneten mit abgebrochenen Schrauben, falschen Maßen und allgemein blank liegenden Nerven 😀 Aber es zeigte sich mal wieder, dass es sich manchmal eben lohnt etwas mehr Geld zu investieren, denn der Aufbau klappte von kleineren Problemen abgesehen sehr gut und war mit etwas Hilfe von unserer Freundin Birgit in anderthalb Tagen erledigt!
Peter beim Puzzeln der VorderwandDie drei Damen vom Grill GewächshausRichtfest nach einem Nachmittag
Wir sind wirklich sehr zufrieden mit dem Hersteller und dem Modell des Hauses, bei dem auch bei Sturm die Hohlkammerplatten angeblich nicht rausfliegen sollen. Und es sieht schicker aus als wir dachten.
Anschließend wurde dann direkt Erde eingefüllt samt einer Unterschicht aus ungewaschener Schafwolle als Wasserspeicher und Stickstoffdünger sowie einer Ladung Schafmist.
Die Schafwolle soll auch Wühlmäuse mit ihrem Geruch abschrecken. Sagt man jedenfalls. Wir werden sehen.
Und gestern konnten schon die ersten vorgezogenen Pflänzchen (Kohlrabi, Romana und Baquieu Salat) sowie die ersten Samen (Radieschen, Spinat, Pflücksalat) als Vorkulturen einziehen.
Frühlingsvorkulturen
Und heute hat sich das direkt bewährt, denn wir hatten ordentlich Schneefall und die Pflänzchen hatten es drinnen schön kuschelig.
Abgesehen vom Gewächshaus selbst gab es in den Tagen drumherum noch anderes zu tun. Ein Weg von oben zum Gewächshaus bis weiter unten musste angelegt werden (samt Platz dazwischen für einheimische Stauden), die Obstbäume haben endlich richtige Baumscheiben bekommen und neben dem Beerenbeet musste ein Beet für die Physalis Pflanzen (stehen schon vorgezogen auf der Fensterbank und ziehen dann ab Mai in den Garten um) von Brombeer- und Brennessel-Kabeln befreit werden:
Die Wegbegrenzung ist zumindest zum Teil fertig, der Schotter fehlt nochHier sieht man auch die Baumscheibe des MirabellenbaumsSieht unscheinbar aus, dahinter stecken aber drei Stunden Strippen-ziehen und umgraben.
Heute ging es auch nebenan beim unserem Gartennachbar Thomas los. Sein ebenfalls überwuchertes und auch recht zugemülltes Grundstück wird von einer Firma geräumt, die nun damit begonnen hat dort Tabula Rasa zu machen. Das bedeutet für uns weniger Brombeeren die zu uns rüber wuchern (juhu!) und mehr Ausblick. Auch freuen wir uns darauf, Thomas in Zukunft im Garten öfter mal begegnen zu werden.
Ein größeres Projekt ist also nun auch wieder erfolgreich umgesetzt worden und wir sind richtig happy mit der Entscheidung, ein Gewächshaus zu bauen. Nach den Eisheiligen werden dort Tomaten, Paprika, Buschbohnen, Sellerie und mehr Kohlrabi einziehen. Und bis in den Winter hinein werden wir dort – wenn alles so klappt wie wir es uns vorstellen und die Youtube-Gartenkanäle Recht behalten – Spinat, Feldsalat etc ernten können.
Der Plan für die nächsten Wochen ist es nun, die Wege zu schottern, die neuen Staudenbeete zu bepflanzen, noch das ein oder andere Gemüsebeet zu erweitern bzw anzulegen und nach und nach die Hochbeete einzusäen bzw Kartoffeln zu setzen. Außerdem muss auch Brennholz zerkleinert werden. (Wir hatten ja von der Firma, die die Weiden am unteren Rand des Gartens geschnitten hatten, freundlicherweise einiges an dicken Weidenästen bekommen, welche Peter nun kleinsägen wird, damit wir sie bis zum nächsten Herbst trocknen können.) Zu tun ist ja immer 🙂
Huch, schon wieder fünf Monate her, dass wir das letzte Mal in den Blog geschrieben haben! Gerade kamen wir vom Garten nach Hause, nachdem wir einen wunderschön winterlichen Tag und eine ganz schön kalte Nacht dort verbracht haben. Der Ofen steht zum Glück seit ein paar Wochen, bei -7° war das heute Nacht der ultimative Kältetest. Fazit: Auch wenn man eine Wärmflasche braucht, ist es selbst bei diesen kalten Temperaturen (die hier ja sehr selten sind) möglich, im Gartenhaus zu wohnen. Die Terrassentür kann noch Isolierung gebrauchen und dann wird das auch noch besser.
Der Ofen bzw das Zubehör dafür hatte lange auf sich warten lassen. Überall gibt es ja derzeit Lieferengpässe, so auch in diesem Bereich. Nachdem der Ofen erst mal unangeschlossen ein paar Wochen lang im Haus stand, kamen irgendwann die bestellten Ofenrohre. Nur die Halterungen dafür nicht. Also hatte Peter erst mal improvisiert bis die eigentlichen Schellen kamen. Mittlerweile sitzt alles bombenfest, nichts wird heiß, der Kamin zieht gut und das Öfchen macht das Haus einfach richtig gemütlich!
Aus diversen Gründen hatten wir im Oktober und November wenig Zeit im Garten. Wenn wir da waren, haben wir uns z.B. damit beschäftigt eine erste kleine Rasenfläche anzulegen. Rasen ist zwar nicht sehr trockenheitsresistent und braucht in bisschen Pflege, produziert aber eben auch Grasschnitt, was wiederrum ein hervorragendes Mulchmaterial für Gemüsebeete ist. Aufgrund der etwas abschüssigen Lage, wie fast überall im Garten, haben wir mit Rasenvlies gearbeitet. Das sieht aus wir Raufasertapete und besteht aus Cellulose in die Rasensamen eingearbeitet ist. Diese legt man in Bahnen auf den vorbereiteten Boden (mal wieder 25 m2 Brombeeren entfernen, juhu) und wässert sie gut. Durch das Vlies werden die Samen beim Wässern nicht weggespült und auch Vögel fressen die Samen nicht so leicht auf. Nach zehn Tagen fing das ganze schon super an zu sprießen und heute sieht der Rasen schon richtig toll aus. Rasenvlies können wir echt empfehlen!
Das rasenvlies nachdem es dünn mit Rasenerde bedeckt wurde. Das war vor ca sieben Wochen. Heuet ist da schon richtiger Rasen!
Natürlich musste der Garten in den letzten Wochen auch winterfest gemacht werden. Normalerweise würde man dann ja auch z.B. Kübelpflanzen ins Gewächshaus stellen. Da wir aber noch keins haben (das ist unser Projekt für die nächsten zwei Monate und das Gewächshaus steht tatsächlich bereits noch eingepackt im Keller) ist uns so die Physalis leider verfroren. Nächsten Winter wird das besser.
Andere Pflanzen und Beete haben eine dicke Mulchschicht aus Blättern bekommen, damit sie es im Winter warm haben bzw damit die Erde nicht so nackig daliegt und sich die Bodenlebewesen wohl fühlen.
Knoblauch und Zwiebeln haben es jetzt warm, von den Artischocken sieht man sogar nichts mehr, damit sie nicht abfrieren.Hier kommt nächstes Jahr der Kohl rein. Bis dahin ist der Lauch geerntet und die Blätter zu Humus zersetzt. Dahinter sieht man wie schön der Rasen wächst.Auch die Winterkefen (Zuckerschoten, die winterhart sind und schön früh im nächsten Jahr geerntet werden können) haben es jetzt schön warm mit einer Mischung aus Laub und dem ersten Grasschnitt.
Damit wir an den Aufbau des Gewächshauses überhaupt denken können, muss natürlich mal wieder erst mal für Platz gesorgt werden. Das bedeutet einmal mehr Brombeeren schneiden und Wurzeln ausgraben. Den ersten Teil davon haben wir schon geschafft. Das Gewächshaus wird unweit vom Haus stehen, an einer Stelle wo es viel Sonne bekommt und wir trotzdem recht einfach Wasser hinlegen können. Wenn wir uns um die Brombeeren gekümmert haben, müssen wir dann erst noch die notwendige Größe (knapp 10 m2) terrassieren um eine ebene Fläche hinzubekommen, ähnlich wie beim Gartenhaus auch, nur eben kleiner und etwas weniger aufwändig. Das wird noch einiges an Arbeit, aber am Ende werden wir dann die Möglichkeit haben, Gemüse drinnen anzubauen (und dafür die Saison deutlich zu verlängern) und auch Töpfe zu überwintern.
Kurz nach dem Brombeermassaker (Blick von der Terrasse)Hier sind die Überreste schon fast abgeräumt. Man kann gut sehen, wie dicht die Brombeeren sitzen und wie viel wir da erst mal rausholen müssen, bevor wir den Boden terrassieren und einebnen können…
Überraschenderweise kam ich vor ein paar Wochen in den Garten und hörte Motorsägen. Schnell fand ich die Quelle: Die Stadt Heiligenhaus hatte eine Firma beauftragt, die Kopfweiden im Tal zu schneiden. Das war nach der langen Pause durch Covid auch dringend nötig, denn Kopfweiden können auseinander brechen wenn die Äster zu dick werden. Ich habe den Arbeitern erst mal eine Tasse heißen Kaffee gemacht und sie dann gefragt, was eigentlich mit dem Holt passiert 😉 Immerhin sind die Stämme gut armdick. Als ich sagte, dass wir Feuerholz brauchen, haben sie sofort angeboten, einige der Stämme zu entasten und uns in den Garten zu werfen. Weidenholz hat zwar keinen besonders hohen Brennwert, aber einem geschenkten Gaul und so weiter, ihr kennt das ja. Wir nehmen das Holz natürlich gerne und haben uns sehr bedankt. Nun ist Peter gerade dabei, die Stämme klein zu machen damit sie bis zum nächsten Herbst gut trocknen können. Aufgrund der Größe müssen wir sie noch nicht mal spalten.
Das ist etwas mehr als die Hälfte der Gesamtmenge an Holz, die wir bekommen haben. Ist mehr als es hier aussieht.Peter mit der elektrischen Motorsäge.
Neben all diesen schönen Sachen gab es aber auch ein sehr trauriges Ereignis. Unser Kater Hobbes ist im stolzen Alter von 18,5 Jahren von uns gegangen. Auch wenn wir schon länger damit gerechnet hatten und es letztendlich für ihn zum Glück schnell und ohne viel Schmerzen ablief, waren wir natürlich sehr, sehr traurig und sind es noch immer. Hobbes hatte den Garten noch selbst kennengelernt und liegt nun an fast der Stelle, wo er im Sommer noch ein ausgiebiges Nickerchen unter der Weide gemacht hatte. Er wird uns noch sehr lange fehlen. Gleichzeitig bin ich dankbar, dass wir nun einen Garten haben, wo wir ihn begraben konnten.
Hobbes´ letzte Ruhestätte. Mit Katzenminze – wie es sich gehört.
Und wo wir gerade bei Tieren sind: Ende Oktober durften wir wieder Zeugen des Zugs der Kraniche werden. An dem Wochenende hatten wir im Garten übernachtet und innerhalb von zwei Tagen bei schönstem Herbstwetter locker mehr als 1500 Kraniche über uns hinwegziehen gehört und gesehen. Ein wunderschönes Naturschauspiel! Wie schön, dass wir genau auf dieser Strecke liegen.
Zum Abschluss kommt hier noch eine Galerie von gestern und heute. Wie eingangs geschrieben, war es sehr kalt für hiesige Verhältnisse und es gab viel Raureif, aber auch Sonne. Ein seltenes Vergnügen, auch wenn es echt ganz schön kalt war. Wir freuen uns darauf, auch mal Schnee im Garten zu erleben, aber das ist bei uns ja wirklich sehr sehr selten.
Die vergangenen drei Wochen standen ganz im Zeichen des Gemüses und des Schuppens. Bisher ist das Frühjahr ideal dafür – sonnig, warm mit ab und an etwas Regen. Perfekt also um das vorgezogene Gemüse von der Fensterbank (wo es dem Kater den ganzen Platz geraubt hat) in den Garten zu verfrachten. In dieser Zeit hatten wir auch Besuch von meiner Mutter (und von Michi, dem Hund unserer Freundin Birgit), die für einen Großteil der schönen Fotos im heutigen Beitrag verantwortlich ist (meine Mutter, nicht Michi).
Peter nutzte das tolle Wetter um den Anbau fertig zu bauen. Einen Großteil des dafür benötigten Holzes hatten wir tatsächlich noch vom Haus übrig. Beim Kauf des restlichen Profilholzes ist uns dann deutlich klar geworden, wie sehr die Rohstoffpreise angezogen haben… Wir sind glücklich, dass wir jetzt einen abschließbaren Schuppen vor dem Haus haben (in dem auch die Trockentrenntoilette untergebracht wird). Nun muss dieser Anbau noch in der gleichen Farbe wie das Haus lasiert werden und die äußere Struktur ist fertig.
Innen haben wir mit dem Aufbau der kleinen Küchenzeile begonnen. Die Schränke stehen, Griffe und Arbeitsplatte fehlen noch. Übermorgen fahren wir das Sofa ins Haus, darauf freue ich mich schon sehr!
Die Arbeitsteilung der letzten Wochen war klar: Peter baut, ich pflanze. Es gab auch viel, was endlich in die Erde wollte: 16 Tomaten, 2 Gurken, 2 Kürbisse, 16 Maispflanzen, 10 Amaranthpflanzen, 6 Bratpaprika, 2 Physalis, 4 Süßkartoffeln. Außerdem mussten Stangenbohnen, Bohnenkraut, weitere Radieschen, Buschbohnen und Rote Beete gesät werden. Da wir fast immer erst wieder die Erde umgraben und Brombeerwurzeln entfernen müssen, dauert das dann eine ganze Weile.
Aber nun steht alles gut im Boden und wurde mit Schafwolle und/oder Lupinenpellets, Kompost und ggf etwas Hornspänen versorgt. Besonders gespannt sind wir auf das sogenannte Milpa-Beet (Bezeichung der Inkas), auch „die drei Schwestern“ genannt.
Mais, Stangenbohnen und Kürbis ergänzen sich symbiotisch gegenseitig: Die Bohnen sammeln Stickstoff für Kürbis und Mais und dürfen dafür am Mais hochklettern und der Kürbis beschattet ihnen die Füße. Mal sehen ob das tatsächlich so funktioniert oder uns die Wühlmäuse einen Strich durch die Rechnung machen, denn dieses Beet ist nicht mit Draht geschützt. Im Kartoffelbeet daneben sichteten wir schon Einbruchsversuche, aber dort sind sie bisher am Draht gescheitert.
Schneckenfraß gab es bisher glücklicherweise keinen, obwohl wir im Spinat tatsächlich die erste Nacktschnecke gefunden haben. Also kommt an die Hochbeete nun doch Kupferband ran. Aber bisher konnten wir supertolle Radieschen und Spinat satt ernten. Der erste Ernteerfolg macht direkt glücklich 🙂
Die Tomaten sind größtenteils Freilandtomaten und brauchen keinen Schutz von oben (so zumindest die Theorie). Ein paar stehen also ganz frei, vier Stück unter dem Dachüberstand des Häuschens und ein paar haben wir in ein kleines Gewächshaus gestellt. Davor stehen Wildtomaten („Rote Murmel“) und Artischocken, daneben die Pimientos des Padron – allesamt lieben die Sonne, die sie dort den ganzen Tag lang auch bekommen.
In den letzten zwei Wochen ist der Garten schier explodiert. Alles sprießt und blüht, durchaus auch das was man nicht so gerne oder zumindest nicht in dieser Menge haben möchte – Naturgarten hin oder her. Also heißt es nun auch Labkraut, Kratzdiestel, immer wieder Brombeeren (natürlich!), Hahnenfuß und Ampfer eindämmen, weil sie sonst alles andere verdrängen. Brennessel und Taubnessel dürfen bleiben, vor allem in dem Teil der früher die Zone des Grauens war. A propos Zone des Grauens, hier mal ein Vorher-Nachher-Vergleich dieser Zones bzw des Hangs am oberen Teil des Gartens:
Von links nach rechts: Anfang April 21, Ende Mai 21, heute.
Zum Abschluss hier noch eine Galerie mit mehr Fotos, vor allem wie gesagt von meiner Mutter. Viel Spaß damit!
Da uns die ersten Nachfragen nach einem Update zum Garten (und dem Gartenhaus) erreichen, kommt hier nun der neue Blogeintrag. Wir waren die letzten Wochen wirklich jede freie Minte mit dem Bau des Gartenhauses beschäftigt und haben dafür fast jeden Tag der Osterferien genutzt. Es war viel Arbeit, aber es hat sich gelohnt! Unsere Gartennachbarin meint, das Häuschen sei ein echtes Schmuckstück geworden 🙂 Aber der Reihe nach…
Im letzten Eintrag sah man ja schon die Wände des Hauses. Diese zu errichten war ein Kinderspiel im Vergleich zum Dach, wie sich herausstellen sollte. Der nächste Schritt nach den Wänder war das Einziehen des Zwischenbodens bzw Schlafbodens, der ca die Hälfte der Grundfläche hat. Das ging noch ganz gut und war wichtig, da man erst dann wirklich halbwegs oben an die Dachbalken kam um die Nut- und Federbretter auf das Dach zu schrauben. Die Dachneigung von 30° ist dann nämlich doch ganz schön steil und man kann da nicht eben einfach drauf rumlaufen (jedenfalls nicht ohne Dachdecker zu sein). Dank des Schlafbodens konnte dann etwa die Hälfte der Holzabdeckung des Hauses relativ gut angebracht werden. Die zweite Hälfte war wesentlich schwieriger, denn genau auf dieser Stirnseite des Hauses fällt der Boden ab und die hohe Leiter lässt sich nur sehr schwierig stabil hinstellen.
Trotzdem waren die Bretter gefühlte 3000 Schrauben später drauf und wir konnten das ganze notdürftig mit Planen abdecken um das Häuschen just in time wieder halbwegs regendicht zu bekommen. Das war auch nötig, denn das Wetter sollte dann ein paar Tage lang erst mal nicht so gut sein. Glücklicherweise hatten wir vorher schon die Grundierung auf die Außenwände aufgepinselt. Wenige Tage später kam dann auch schon die Farbe dazu: Innen eine weiße, durscheinende Lasur, außen Lasur in grau, und der Boden wurde dunkel lasiert und gewachst. Beides sieht einfach super aus in Kombination mit den weißen Fensterrahmen. Hier Eindrücke von innen:
Hat fast schon was skandinavisches 🙂Hier kommt später die kleine Küchenzeile hin.
Um die eigentliche Dacheindeckung machen zu können, musste Peter dann erst mal mit der Konstruktion des Anbauschuppens weiter machen. Dieser hat ein flacheres Dach, auf dem man bequem stehen kann um zumindest auf der einen Seite die Dachabdeckung gut anschrauben zu können.
Wir haben uns letzten Endes für das Easypan System entschieden. Große Dachplatten aus Metall mit Beschichtung, die aussehen wir graue Dachschindeln. Darunter kam erst noch eine Schicht Dämmung und eine Dampfsperre. So sah das ganze aus, als die Dämmung drauf war:
Zu sehen ist hier auch die grauer Lasur, mit der wir wirklich super zufrieden sind und die wir mit Hilfe von Birgit und Michi ruckzuck aufgetragen hatten
Bevor die Easypan Platten drauf kamen, wurden „noch eben“ die Windfangbretter weiß lackiert und angebracht, denn die mussten dran sein um (Achtung, jetzt kommt ein Wort für das nächste Lexikon-Spiel:) den Ortsgang anbringen zu können. Alles musste zügig vorangehen, denn es war wieder Regen angesagt (der dann doch erst mal nicht kam) und so waren wir sehr froh am Tag der eigentlichen Dackdeckung Hilfe von Jörg zu haben, der Kraft und Körperlänge mitbrachte um Peter alles aufs Dach anreichen zu können.
Nach insgesamt über 12 Stunden Arbeit war das Dach denn fertig. Ein paar Schrauben fehlen zwar noch hier und dort, aber es ist alles dicht und sieht erst mal auch fertig aus. Und wir sind mega happy mit dem Ergebnis:
Links sieht man noch Anreicher Jörg bei der Arbeit
Den ersten stärkeren Regen hat das Häuschen sicher und trocken überlebt und dank der Dachrinne (deren Anbringung auch nicht ganz unkompliziert war) konnten wir auch direkt Gießwasser sammeln.
So sieht das ganze vom Hang aus .
Wie man auf dem letzten Bild sieht, hat in den letzten Wochen der Frühling farbenprächtig eingesetzt und es blüht mehr und mehr im Garten. Neben den von uns im letzten Jahr gesetzten Stauden (die fast ausnahmslos alle wiederkommen!) gibt es ständig Neuzugänge. Von alleine gekommen sind zB der Hahnenfuß, die weiße Taubnessel, die Gemeine Nelkenwurz, Lerchensporn, Gamander, der kriechende Günsel, der Rainkohl und gaaaanz viel Vergissmeinnicht. Nachgeholfen haben wir bei Rainfarn, Kugeldistel, Farbiger Wolfsmilch, Eibisch und anderen – allesamt einheimische Blühstauden als Leckerbissen für Insekten. Außerdem haben wir vier große, alte Rhododendren von unseren Nachbarn bekommen, die sie ausgraben mussten und entsorgen wollten. Sie sind zwar nutzlos für Insekten und Vögel, aber eben doch auch sehr schön und da wir ja jede Menge Platz haben, wurden sie von uns kurzerhand erst mal adoptiert. Sie bedanken sich indem sie jetzt gerade sogar anfangen zu blühen, sie fühlen sich also anscheinend trotz des Umzugs ganz wohl.
Neben dem Hausbau steht aber natürlich auch der Gemüseanbau nicht still. In den Hochbeeten reifen die ersten Radieschen, die Erbsen und dicken Bohnen wachsen fröhlich weiter, die ersten Kartoffelblätter schauen aus dem Boden raus und auch Möhren, Fenchel, Heckenzwiebel, Butterkohl, Rote Bete, Spitzkohl und Spinat machen sich prächtig. Wir warten ungeduldig auf die Eisheiligen, damit wir die vorgezogenen Tomaten, Gurken, Kürbisse, Bratpaprika, Physalis, Artischocken und den Amaranth endlich rauspflanzen können – es wird nämlich langsam eng hier zu Hause.
Dicke BohnenIm Hochbeet sieht man Zuckererbsen, Spinat und Radieschen, vorne rechts und links des Rosenbogens Kiwibeeren.Die allererste Apfelblüte (Roter Berlepsch) – juhu!
Und was steht nun an? Die wirklich schweren Arbeiten sind erst mal erledigt und wir können uns kleineren Projekten widmen: Ein Gemüsebeet will noch umgegraben werden, damit wir dort ein Milpa-Beet anlegen können (Zuckermais, Stangenbohnen, Kürbis – eine altbewährte synergetische Kombi). Der Schuppen muss noch seine Wände bekommen, damit wir das Zelt, das aktuell unten auf der Wiese steht, abbauen und alles was gerade darin steht im Schuppen unterbringen können. Mein Projekt „Beerenecke“ muss auch noch fertig gestellt werden. Ich hatte in der letzten Woche immer mal wieder das Gras um unsere Beerenbüsche herum entfernt, damit es ihnen keine Nährstoffe wegnimmt, Grassoden teilweise abgestochen um Erdbeeren pflanzen zu können und Platz zu schaffen für die Absenker der Japanischen Weinbeere, die wir von unserem Nachbar Waldemar bekommen haben. Da ist noch was zu tun und eine Rankhilfe möchten die Weinbeeren auch noch bekommen. Natürlich geht es jetzt auch an das Einrichten des Häuschens. Eine Tätigkeit auf die ich mich ehrlich gesagt schon seit einem Jahr freue. Die Küchenmöbel (viel ist das ja nicht) sind schon ausgesucht und der kleine Esstisch samt Stühlen steht auch schon. Nun fehlt noch das Sofa, eine Matratze und irgendwann noch unser Öfchen, von dem wir beide schon lange träumen. Etwas größer sind dann wiederum die Fragen nach Strom (Solaranlage? Stromanschluss über die Nachbarn?) und fließend Wasser (ein Wasseranschluss ist möglich und eigentlich auch geplant – vielleicht ein Projekt für die Sommerferien?).
Das Wetter ist weiterhin überwiegend trübe, aber das Fundament muss fertig werden. Also haben wir uns nach Weihnachten an die Arbeit gemacht und weiter gewerkelt. Schalbretter wurden oben auf die Schalsteine aufgesetzt und mit Schraubzwingen festgeschraubt um das Fundament noch etwas zu erhöhen und vor allem um die sehr unterschiedlich hohen Schalsteinen auszugleichen. Wer günstig kauft, muss eben improvisieren und mehr arbeiten 😉 Dann hieß es, das ganze in die Waage zu bringen, was nicht ganz einfach war, uns aber letztendlich (anscheinend) gelungen ist.
Im nächsten Schritt haben wir dann, mal wieder bei leichtem Nieselregen, Beton gemischt, die Steine samt Schalung befüllt und oben schön mit der Wasserwage glattgezogen.
Das hat ganz gut geklappt und es sieht bisher so aus, als ob alles ziemlich gut in der Waage ist und gut trocknet!
Frau im ModderAlles scheint gut zu trocknen und sieht gut aus!
Die vorderen drei Seiten des Häuschen haben nun also ihr Fundament. Nun fehlt „nur“ noch die Bodenplatte für den kleinen Anbau (den Peter selbst bauen möchte), die gleichzeitig auch die vierte Seite des Fundaments bilden wird. Dafür müssen wir aber erst noch etwas ausschachten und Kies füllen und stampfen. Wir hoffen, dass es in den nächsten Wochen mild bleibt, sodass wir die Platte bald gießen können.
Gleichzeitig geht die Vorbereitung für die Hochbeete weiter, denn Anfang März sollten die ersten Saaten ausgebracht werden (Radieschen zum Beispiel). Zwei Grundstücke weiter rodet unser Nachbar Mohammed einige Bäume, darunter auch Birken. Da er mit der Menge des anfallenden Grünschnitts nichts anfangen kann, haben wir angeboten, ihm Birkenäste abzunehmen. So muss er sie nicht entsorgen und wir gewinnen Schnittgut zum Befüllen der Hochbeete und Äste um den Zaun um die Beete zu basteln – also mal wieder eine win-win-Situation, die sogar noch dem Prinzip der Permakultur (Nutzen und Verwenden von allem was anfällt) folgt.
12 Schubkarren später dürften wir genug Material für zumindest die Hälfte der Beete zusammen haben.
Und es dürften schon fast genug Äste sein für den Zaun. Da auf der Grenze zu Thomas noch zwei Birken von uns gefällt werden sollen (diese stehen sehr schief weil sie durch das Brombeerdickicht durchwachsen mussten), kommt von diesen beiden Bäumen noch einiges dazu, sodass genug zusammenkommen dürfte.
Zaunmterial
Und dann gilt es mal wieder, auch die Brombeerwurzeln im Gemüsegartenbereich auszubuddeln. Nicht ganz so tief und genau wie an anderen Stellen (denn da kommen ja die Hochbeete hin und dazwischen ist geplant, die Wege 20cm tief auszuheben und mit Holzhäcksel zu füllen), aber genug Arbeit ist das trotzdem. Die ersten ca 4 m2 habe ich gestern geschafft, morgen geht es weiter.
Und obwohl es Anfang Januar ist, wächst schon wieder einiges. Zum Beispiel der Knoblauch (aus dem Bioladen), den ich zum Schutz vor Wühlmäusen um ein paar der Wildgehölze gesetzt hatte. So zumindest die Theorie…
Kornelkirsche an Knoblauch
Und auch die ersten Frühblüher strecken schon vorsichtig die Blätter raus. Jetzt beginnt also das tatsächlich erste komplette Gartenjahr für uns 🙂
Die Regentage zu Hause werden selbstverständlich auch genutzt: Über nebenan.de konnte ich eine Nachbarin finden, die Haselnussruten loswerden wollte. Diese habe ich abgeholt und werde daraus Beetumrandungen flechten sobald ich Weidenruten habe. Vorab habe ich heute schon mal eine Rankhilfe daraus geflochten, die noch verbesserungswürdig aber schon ganz hüsch ist.
Außerdem ging es mit den Trittsteinen los. Diese sind entweder günstig und hässlich wie die Nacht oder unerschwinglich, zumindest bei einem Garten unserer Größe. Also war der Plan, diese einfach aus Schnellbeton selbst zu gießen. Ist ein bisschen Arbeit, gleichzeitig heißt das aber auch, dass man die Steine mit einem selbst gewählten Muster verzieren kann. In unserem Fall ist das die Blume des Lebens. Ich benutze dafür eine Art Schablone die aus dünnem Holz gefertigt ist, das ich oben in den noch nassen Beton reindrücke (eigentlich hängt man sich das ins Fenster). Auch hier braucht es ein bisschen Übung, aber der vierte Stein wurde schon ganz ok. Hier sieht man ihn im noch nassen, ungetrockneten Zustand. Die nächste Charge wird sicher noch schöner!
Die runde Form ist aus einem Stück 5cm dickem Styropor ausgeschnitten und wird dann mit nassem Beton gerfüllt.
Herbstzeit ist Pflanzzeit! Überpünktlich erreichten uns die restlichen bestellten Heckenpflanzen und da das Wetter in den letzten zwei Wochen recht gut war, wurde nun endlich die Hecke fertig gepflanzt. Einige Pflanzen wurden wurzelnackt, andere mit Ballen gesetzt und ein paar haben – so wie die Obstbäume – einen Drahtschutz gegen die Wühlmäuse bekommen. Im Anschluss haben wir gut 200 Zwiebeln für Frühblüher dazwischen gesetzt. Hier setzen wir wie (fast) immer auf einheimische Arten. Nicht nur weil das für die Tierwelt mehr Sinn macht (Stichwort Trachtfließband – also das Blühen von für Insekten relevanten Blumen nacheinander, sodass es zu jeder Jahreszeit fast immer was zu Schnabulieren gibt) , sondern auch weil einheimische Zwiebeln weniger lecker für Wühlmäuse sind. Diese gehen besonders gerne an Tulpen (die eigentlich in der Türkei heimisch sind) und andere Züchtungen. Einheimische Sorten und insbesondere Narzissen werden dagegen eher verschont. Zwischen die Gehölze haben wir dann schon mal ein paar alte Tonröhren verteilt, die momentan noch etwas deplatziert wirken, aber zukünftig als Versteck für Kleintiere dienen sollen, sobald die Hecke und die Blumenwiese etwas gewachsen sind (siehe Foto unten in der Galerie). Vervollständigt wurde die Hecke last but not least mit der Fettwiese-Untersaat von Rieger & Hoffmann.
Wir hoffen sehr, dass alles gut angehen und gedeihen wird und nicht nur sehr, sehr teures und mit viel Arbeit ausgebrachtes Wühlmaus- und Vogelfutter ist…
Die Gehölze werden verteilt und probieren schon mal ihren Standort aus.Dann geht es ans Einpflanzen. Im oberen Teil stehen Liguster und Hasel für einen schnellen Sichtschutz.Botanische Krokusse, Winterlinge, Schachbrettblumen, Traubenhyazinthen, Dichternarzissen, Großes Schneeglöckchen und Kugellauch. Außerdem wurden an anderer Stelle Zweiblättriger Blaustern und Buschwindröschen gesetzt. Insgesamt über 250 Blumenzwiebeln bzw Rhizome (im Fall des Buschwindröschens)Auflistung der in der Saatgutmischung für die in/unter der Hecke enthaltenen Pflanzen.
Während ich mit den Blumenzwiebeln und der Einsaat beschäftigt war, hat Peter weiter an der Trockenmauer für die Terrasse gebaut. Das bedeutet einen Graben für das Fundament ausheben und mit Schotter anfüllen, gut feststampfen und dahinter ein Drainagerohr legen. Dann können die Steine gesetzt und immer schön mit Schotter hinterfüllt werden.
Die Drainage ist das A und O für eine dauerhafte Trockenmauer.Die Mauer zur späteren Terrasse hoch ist fast fertig!
Wie man sieht, ist die Mauer schon fast fertig! Weiter geht es mit dem Aushub für das Ringfundament des Häuschens. Mit dem Aushub wird dann auch gleich der Raum hinter der Trockenmauer aufgefüllt, damit dieser eben wird. Oben drauf kommt dann irgendwann die Holzterrasse. Peter hat sich in den letzten Wochen ausführlich mit Themen wie z.B. Punkt- vs Ringfundament, Beton gießen und Bewehrungskörben beschäftigt und einen Plan erstellt wie wir das Fundament bauen werden. Das ist das bisher wohl größte und schwierigsten Projekt für uns und wir sind dankbar für Youtube und das Internet, über die so viele Informationen frei zugänglich sind, auch wenn man hier oft die Spreu vom Weizen trennen muss.
Das wird irgendwann mal der Blick von unserer Terrasse sein!
Bei der Gartengestaltung ging es dann noch weiter mit dem Anlegen einer kleinen, runden Kräuterrasenfläche um den Apfelbaum herum, schließlich will man ja irgendwann die Äpfel auch mal ernten können. Auch um den Birnenbaum wird eine solche Fläche demnächst angelegt. Um beide drumherum habe ich ebenfalls Krokusse, Leimkraut, Kugellauch und vor allem Knoblauch gesetzt, der sich günstig auf Obstbäume auswirken soll indem er Schädlinge fern hält. Auf die eingesäte Fläche oben drauf gab es dann noch eine ganz dünne Schicht Blätter als Mulch (zu viel darf es nicht sein, denn die Saaten sind Lichtkeimer) damit weder Regen noch Vögel zu viel Schaden an der ausgebrachten Saat anrichten. Das gleiche habe ich dann auch noch bei der Hecke gemacht.
In den kommenden Tagen wird auch die Birne noch auf die gleiche Art unterpflanzt. Und dann geht es weiter mit Fundamentbau und – mal wieder – dem Ausbuddeln von Brombeerwurzeln. Derzeit liegen noch ca 40 m2 Fläche vor uns, auf der die Brombeeren schon gerodet aber noch nicht ausgegraben sind (auf dem Bild oben zwischen Apfelbaum und Hecke und rechts davon sichtbar). Jetzt, wo es mehr regnet und unser Lehmboden schön feucht ist, macht das noch weniger Spaß als sonst, weil die Wurzeln im unteren Gartenteil zwar schon weniger tief liegen (dort stehen die Brombeeren noch nicht so lange), dafür aber schwieriger im klebrigen Lehm zu greifen und zu entfernen sind. Allerdings haben wir, wenn diese Fläche gemacht ist, einen wirklich schon sehr großen Teil des Gartens befreit und der Vergleich zum Anfangszustand des Gartens ist krass. Die letzte und nicht zu unterschätzende Etappe wird dann das Brombeerfeld rund um die große Birke sein. So in etwa nochmal 100m2, denke ich. Doch alles zu seiner Zeit.
Und hier kommen noch ein paar Fotos vom Mauerbau und der fertigen Hecke.
Schon wieder sind drei Wochen um in denen viel passiert ist. Momentan sind wir mitten in den Herbstferien, sodass wir seit einer Woche wieder besonders viel Zeit im Garten verbringen können.
Im letzten Blogpost hatten wir geschrieben, dass wir die Fläche der zukünftigen Hecke freilegen. Damit sind wir jetzt fertig. Die ganze Länge zu unserem Nachbarn Thomas runter ist jetzt auf einer Breite von ca 1,5-2m freigelegt. Am letzten Samstag kam Thomas dazu und zusammen wurde dann der genaue Grenzverlauf vermessen und markiert. Flink die Maurerschnur gespannt und fertig ist die Heckenlinie.
Bevor wir irgendetwas pflanzen können, musste aber erst mal ein Wildzaun her, der die hübschen Rehe vom gegenüberliegenden Feld davon abhält, unsere Wildrosen, Holunderbüsche, etc. anzuknabbern. Letzte Woche stand nämlich bei unserer Ankunft ein solches Reh gemütlich am Hang und knusperte die Blüten vom frisch gepflanzten Strauchefeu. Da wir das Geld für die neuen Sträucher nicht zum Fenster raus werfen möchten und Insekten/Vögel bedrohter sind als Rehe, müssen letztere zukünftig draußen bleiben und sich einen anderen Delikatessenladen suchen. Entlang der unteren Grenze steht jetzt nämlich ein 1,5m hoher Wildzaun über die komplette Breite von unserem und Thomas´ Garten. Das ist die Minimalhöhe gegen Rotwild, der Zaun steht allerdings ja an einer abschüssigen Stelle, sodass er für die Rehe von außen höher und dadurch schwerer zu überspringen ist. Hoffen wir jedenfalls.
Pünktlich zum Zaunbau erhielten wir auch die ersten Gehölze von Pflanzlust.de, einer Bioland-Baumschule die ich jedem nur ans Herzen legen kann. Alle Gehölze kamen bereits mit Pflanzschnitt versehen und super verpackt bei uns an. Zuerst durfte die Mirabelle von Nancy bei uns einziehen, dann der Rote Berlepsch Apfel (beide allerdings nicht in der Hecke sondern bei uns im Garten) und im Anschluss machten zwei Kornelkirschen, zwei Schwarze Holunder und eine Birnenquitte den Anfang in der Hecke.
Die Mirabelle von Nancy bekommt einen Wühlmausschutz um die FüßeDie fünf ersten Heckengehölze. Bei genauem Hinsehen sieht man direkt dazwischen die Grundstücksgrenze entlange derer im Zickzack die Gehölze gepflanzt werden.
Nicht nur von Rehen haben wir tierischen Besuch im Garten. Auf der Unkraut-Folie, die wir auf der Erde auslegen, die von Brombeerwurzeln befreit wurde (um sofortigen Bewuchs von Wurzelunkräutern etc. zu verhindern), haben wir Tierspuren gefunden. Wir tippen auf Fuchs oder Marder. Vielleicht erkennt jemand von euch wer oder was das genau war? Die Größe ist ca 5cm.
Wer war hier unterwegs?
Last but not least haben sich die Hügel im Garten leider nicht als Maulwurf- sondern Wühlmaus-Bauwerke entpuppt. Beim Grubbern des Gemüsebeetes stieß ich sehr schnell auf unterirdische Tunnel, die erklärten, warum der gesetzte Grünkohl so plötzlich verschwunden war. Wühlmäuse sind nicht gerade des Gärtners Freund und schwer zu bekämpfen, wenn man nicht zu gemeinen oder umweltschädigenden Mitteln greifen möchte. Wir haben uns nun für Buttersäure entschieden. Diese wird auf Stofffetzen geträufelt und in aufgegrabene Gänge gelegt. Das stinkt. Sehr. Die Gänge buddelt man wieder zu, sodass der Geruch oberirdisch bald verfliegt, unterirdisch aber die Mäuse davon überzeugt, sich woanders ein Zuhause zu bauen. Soweit die Theorie. Wie werden sehen, ob das in der Praxis auch funktioniert und werden berichten. Da wir derzeit auch einiges an Frühblüher-Zwiebeln ausbringen, wäre es schön, wenn diese nicht nur als Mäusefutter dienen würden. Außerdem habe ich im Beet nun noch Radieschen, Asiasalat, Wasabisalat und Winterpostelein gesät, den wir auch lieber selbst essen würden. Die Daumen sind gedrückt.
Während ich mich den gärtnerischen Arbeiten widme, hat Peter das große Projekt des Hausfundaments begonnen. Zuerst legte er am Hang hinter dem Zelt/zukünftigen Haus ein Drainagerohr in den Boden, damit das Regenwasser, das von oben den Hang runter kommt, nicht unter das Haus läuft, sondern umgeleitet wird.
Beim Ausmessen der Grundfläche des Hauses mit angrenzendem Schuppen sowie der Terrasse, die vor das Häuschen soll, waren wir dann ziemlich baff, wie groß doch das Gefälle am Hang ist und wie hoch dementsprechen die Mauern sein müssen, die wir vorne ziehen müssen. Ursprünglich wollten wir ein Punktfundament setzen, werden nun aber wohl doch ein Ringfundament bauen, einfach um die Statik am Hang auffangen zu können.
Schaut man von der Wiese unten hoch zum zukünftigen Häuschen, sieht man später dann eine Trockenmauer (das kann Peter ja schon), auf der die Terrasse sein soll. Im Anschluss daran dann das Häuschen, mit einer kleinen Stufe hoch von der Terrasse. Die Trockenmauer soll in einer Kräuterspirale auslaufen, in deren unterem Ende das Drainagerohr endet (für den Feuchtbereich der Kräuterspirale).
Die rote Schnur zeigt das Niveau der späteren Terrasse an. Rechts am Bildrand sieht man dann auch das Niveau des zukünftigen Häuschens. Der halbrunde Teil ist der Aushub für das Schotterfundament der Kräuterspirale.
Das Fundament für Haus und Terrasse wird konstruktionstechnisch sicher die größte und kniffligste Aufgabe. Nicht nur weil statisch alles stimmen muss, sondern auch weil wir nicht auf Maschinen zurückgreifen können. Alle Steine müssen von Hand zur Mauer getragen, die Schächte für das Fundament müssen von Hand ausgegraben werden und zum guten Schluss werden wir im unteren Teil des Gartens den zukünftigen Teich ausheben und den Aushub davon mit der Schubkarre nach oben fahren müssen, um die Trockenmauer und teilweise das Fundament des Hauses auffüllen zu können. Letzteres braucht dann noch eine dicke Schicht Schotter, der ebenfalls per Schubkarre dort hin transportiert werden muss. Das wird uns die kommenden Wochen beschäftigt halten. Da sich das Gartenjahr ja aber dem Ende nähert und weniger Pflanzarbeiten anstehen (wenn die Hecke gesetzt und die Wiese drumherum eingesät ist), haben wir dafür ja auch Zeit. Hoffentlich gibt es genügend trockene Perioden, sodass wir die Erdarbeiten auch tatsächlich durchführen können, denn im Regen wird es bei uns aufgrund des Lehmbodens sehr schnell matschig und rutschig.
Wildzaun am Schneeball Ich bin stolz – mein erster gepflanzter Baum!Bob Peter der Baumeister. Links von ihm die Mirabelle, rechts gerade noch im Bild der Apfelbaum.
Am Wochenende hatten wir wieder einmal Hilfe im Garten, dieses Mal von Anna, die Lust darauf hatte, uns zu besuchen und unsere Wiese im unteren Gartenbereich zu mähen. 🙂
In diesem Bereich steht fast ausschließlich Gras in Horsten (unsere Buckelpiste), dazwischen ein paar Brennesseln und Disteln (beides hatte ich bereits vor ein paar Wochen dezimert), aber wenig anderes. Um die Artenvielfalt zu erhöhen, sollte die Wiese abgemagert werden, da sehr viele der heimischen Blüh- bzw Wiesenpflanzen auf magerem, trockenem Boden wachsen. Damit sich solche Pflanzen ansiedeln, muss es außerdem offene Stellen geben auf die die Samen fallen können. Der Plan ist also, die Wiese dieses Jahr mindestens drei Mal zu mähen, zwischen den Horsten evtl mit Sand/Splitt/Schotter etwas auffzuüllen (dann wird die Wiese auch ebener) und zu warten was kommt bzw mit einer entsprechenden Kräuterrasen-Mischung ansäen.
Anna hat also den Freischneider angeworfen und die Wiese platt gemacht. Nun trocknet unser erstes Heu, das wir dann gleich zum Mulchen an den Stellen einsetzen können, wo wir die Erde umgraben um Brombeerwurzeln (we call them facehuggers) zu entfernen und erste Pflanzen zu setzen. Toll, wenn man Hilfe hat!
Ein Facehugger. Ähnlich gruselig und furchteinflößend wie das Alien-Original.
Am Tag darauf hat Peter nach alpinem Vorbild selbst gemachte Heureuter aufgestellt und das Heu zum Trocknen darüber geworfen.
Heuen macht happy
Während Anna an der Wiese zu Gange war, haben wir den letzten der drei Müllcontainer randvoll gepackt.
Alles weg!
30m2 Holz und Müll sind jetzt endlich weg und wir freuen uns total, dass es jetzt an die gestaltenden, schönen Arbeiten gehet. Das haben wir direkt mit dem ersten Angrillen gefeiert und festgestellt, dass es jetzt schon so richtig gemütlich sein kann im Garten.
Die Zone des Grauens konnten wir auch wieder ein bisschen weiter bearbeiten. Der Müll ist dort jetzt raus, nur ein zwei Ecken mit Grünschnitt müssen noch bearbeitet werden, dann kann es dort los gehen mit dem Bepflanzen. Bestellungen für einheimische Stauden und Gehölze sind bereits aufgegeben.
Pflanzen aus Baumärkten und Gartencentern möchten wir nur in geringer Zahl versuchen zu verwenden, da diese meist stark mit Mitteln bearbeitet wurden, die schädlich für Insekten sind (kontraproduktiv, wenn man gerade für Insekten pflanzen will). Eigentlich heimische Pflanzen die es dort gibt, sind zudem meist Züchtungen, die an ihrer Wertigkeit für die heimische Tierwelt stark eingebüßt haben (Stichwort z.B. gefüllte versus ungefüllte Blüten). Auch wenn es Pflanzen gibt, die wir gerne im Garten haben möchten obwohl sie nicht heimisch sind (in den Vorgarten kommen u.a. zwei Rhododendren und auch Bambus wird es in unserem Garten geben), möchten wir versuchen uns an die Faustregel zu halten, heimische und nichtheimische Pflanzen im Verhältnis 80:20 zu halten. Und natürlich dürfen auch mal Baumarktpflanzen bei uns einziehen. Vieles bestellen wir bei der Gärtnerei Strickler in Alzey, die wir auf dem Weg nach Enkenbach vor ein paar Wochen besucht haben. Sie produzieren ohne Insektizide und Pestizide und haben überwiegend einheimische Pflanzen im Programm. Gute Sache.
Zwischen dem verrottenden Grünschnitt in der Zone des Grauen fanden wir dann den folgenden Gesellen. Wenn wir ihn richtig bestimmt haben, ist es der Engerling eines Rosenkäfers und somit geschützt. Wir haben ihn vorsichtig umgebettet.
Dickes Ding
Durch den vielen Regen der letzten Wochen ist es auch in den Bereichen gesprossen wie wahnsinnig, wo wir Brombeeren dezimiert hatten. Diese und die Brennesseln wachsen wie blöd und mussten ebenfalls am Wochenende in Schach gehalten werden. Auch die Zaunwinde erhebt nun langsam ihr fieses Haupt (ja, auch im Naturgarten gibt es unerwünschte Wurzelunkräuter, da sie stark wuchern und so andere, wenig starkwüchsige Arten verdrängen, was schlecht für Artenvelfalt und Tierwelt wäre). Giersch haben wir – toi toi toi – bisher noch keinen gefunden. Durch das Jäten haben diese Stellen schön Struktur gewonnen und der Farn und der Wasserdost kommen wieder mehr zur Geltung.
Der nächste Schritt wird die Bestellung der Grauwacke-Steine für unsere Trockenmauern und des Splits für die Wege sein. Acht Tonnen Stein wollen also demnächst den Hang runtergetragen werden.
Letztes Wochenende konnten wir endlich damit beginnen, den ganzen Müll vom Grundstück zu entsorgen. Mittlerweile sind die ersten beiden Container weg (jeweils 10m3 Holz und Isoliermaterial) und der dritte steht am Garten und wartet darauf, beladen zu werden.
Bei der Anlieferung des zweiten Containers kamen dann auch die bestellten 2 m3 Schotter, von denen Peter einen Teil bereits zum Befestigen des Weges zum Schuppen benutzt und gestampft hat.
VorherHinterher
Heute folgte dann das Errichten des Pavillons, der uns über den Sommer und Herbst bringen soll bis wir im nächsten Frühjahr hoffentlich das Häuschen bauen können. Peters Eltern hatten uns über ihren Nachbarn ein tolles Teil besorgt, das dieser nicht mehr braucht. Bei schönstem Wetter konnten wir diesen heute aufstellen.
Team Menke/Sauer bei der Arbeit
Anstelle des Caravan-Albtraums steht nun also ein Zelt, das wir als Unterstand, zum Kaffee-Kochen, Pause machen und vielleicht ja auch schon zum Übernachten nutzen werden.
Nebenbei wurden auch noch ein paar Ableger aus dem Garten der Schwiegereltern sowie Katzenminze gesetzt. Es macht großen Spaß, dass die meiste Arbeit nun also nicht mehr aus Abbauen und Entsorgen sondern Aufbauen und Verschönern besteht.
Eines der Prinzipien der Permakultur: Nutze was da ist! Also wird die große Wurzel aus der Zone des Grauens kurzerhand Deko und Käferlebensraum.Katzenminze am Wegesrand
Wir hoffen bis Ende der Woche den Rest der Zone des Grauens zu entstören und den letzten Müll in den hoffentlich ebenfalls letzten Container zu packen, sodass wir dann tatsächlich tabula rasa haben und das konstruktive Planen und Anlegen richtig losgehen kann.
Zwei Monate und eine Woche sind wir nun am Werk und sind sehr zufrieden damit, wie weit wir schon gekommen sind, auch dank der Hilfe von Freunden und Familie! Der Ausblick und die zu beobachtende Natur belohnt uns jedes Mal wenn wir dort sind. Wir sehen jede Menge Bildschleichen, der Buntspecht hat nebenan Junge, ich beobachte Insekten deren Namen ich noch nicht kenne und fast jeden Tag finden wir neue Pflanzen.
Die letzten Tage waren sehr ereignisreich im Garten und wir sind einen risengroßen Schritt voran gekommen!
Unser Nachbar Waldemar hatte die Idee, den Caravan bei Ebay Kleinanzeigen reinzusetzen. Zu verschenken, zum Ausschlachten. Haben wir getan und es hat super geklappt! Am Samstag Vormittag haben wir das Innere weitestgehend rausgeholt und am Nachmittag kamen drei super freundliche junge Syrer, die das Ding komplett zerlegt und alles an Metall mitgenommen haben was drin/dran war.
Es hat Spaß gemacht mit den Jungs zu arbeiten und am Ende eines langen und echt anstrengenden Tages sah es aus, als hätte dort eine Bombe eingeschlagen. Alles was sonst im Caravan drin war, haben wir hoch getragen (Matratzen, Holz, etc.) und der Müllhaufen oben ist jetzt wirklich beeindruckend groß. Jetzt fällt nur noch wenig mehr Müll an aus dem letzten Rest der Zone des Grauens und dann kann alles entsorgt werden!
Den Rest der Aufräumaktion haben wir dann am Sonntag gemacht, und wieder bekamen wir liebe Hilfe dabei: Unser alter Freund Volker, der eine Woche als Ehrenamtler in Duisburg bei einer Sportveranstaltung arbeitet, kam mit und hat geholfen die letzten Rest an Holz, Plastik und Teerpappe einzusammeln. Nicht nur geht die Arbeit zu dritt schneller, wir haben uns außerdem sehr über Volkers Besuch gefreut, denn wir hatten uns seit zwei Jahren nicht gesehen!
Verdiente Pause
Das Wetter ist ja endlich richtig schön (obwohl wir streng genommen nichts dagegen hatten, dass es in den letzten Wochen bei der ganzen schweren Arbeit noch nicht so heiß war) und das Licht am späten Nachmittag im Garten hat daran erinnert, dass die ganze Arbeit sich auf jeden Fall lohnt:
Abendstimmung
Nachdem wir mit Volker alles eingesammelt und aufgeräumt hatten, wurde noch der Platz auf dem der Caravan stand (und wo demnächst erst mal ein Interims-Pavillion für die ersten Monate aufgebaut wird) eingeebnet und mit einer Plane geschützt, damit dort nicht sofort wieder Brombeeren nachwachsen.
So viel Platz!
Der nächste Schritt ist jetzt die Entsorgung des ganzen Mülls per Container, was hoffentlich diese Woche über die Bühne gehen wird.
Da das Wetter in den letzten Wochen meist regnerisch war, haben wir uns in dieser Zeit hauptsächlich der Gartenplanung gewidmet. Ideen hatten wir ja schon viele, diese aber noch nicht in eine Struktur gebracht.
Dann stieß Peter auch noch zufällig über ein wirklich supertolles Video von Jonas Gampe zum Thema Permakultur, das uns beide sofort sehr angesprochen hat (kann man hier ansehen). Nicht nur sind die Prinzipien der Permakultur quasi Aikido im Garten/Landbau, sie passen auch sehr gut zu allem, was ich bisher über Naturgärten gelesen habe.
Derart angefixt haben wir uns dann direkt das Buch „Permakultur im Hausgarten“ von Jonas Gampe besorgt, das wirklich eine super Sache ist. Gampe plant und legt Permakulturgärten an und ist richtig mit Herzblut bei der Sache. Er beschreibt in diesem Buch wunderbar, wie Permakultur funktioniert und gibt klare Ideen dazu, wie man die Anlage eines Gartens Schritt für Schritt plant. Dazu gehört erst mal, sich über Ressourcen und Begrenzungen des Gartens klar zu werden und dann zu überlegen, welche Elemente man in seinem Garten tatsächlich haben möchte (und vor allem: zu welchem Zweck). Auch eine Bestandsaufnahme des Gartenklimas (Wo ist es windig? Wo ist Sonne, Halbschatten oder Schatten? Wie ist der Boden in den unterschiedlichen Regionen beschaffen?) ist Teil der Planung.
Das klingt natürlich alles sehr logisch, also haben wir uns mal dran gesetzt und das alles gesammelt und aufgeschrieben. Anschließend haben wir dann den Garten vermessen und einen maßstabsgetreuen Plan gezeichnet, mit allem, was im Garten schon drin ist und bleiben soll. Auf diesem Plan können wir nun ebenfalls maßstabsgetreue Elemente hin und her schieben. Durch gute Planung lassen sich hoffentlich ein paar Arbeiten reduzieren, weil man ein paar Fehler vermeidet oder Dinge nicht doppelt und dreifach baut, weil sie dann doch an anderer Stelle besser sind.
Herausgekommen ist ein erster Plan, der uns im Moment erst mal gut gefällt. Wir werden sicher noch ein bisschen hin und her schieben, aber wir haben jetzt schon mal ein Bild im Kopf und das Große Ganze nimmt mehr Gestalt an.
…die Hütte. Frei nach den Fantastischen Vier feiern wir heute den Abriss des Über- und Vorbaus des Caravans. Unser Freund Tobias, seines Zeichens Mann mit Erfahrung, Know-how und entsprechendem Werkzeug, hatte uns großzügig seine Hilfe angeboten. Kurzerhand trafen wir uns heute mit ihm im Garten und haben zu dritt ordentlich geschackert.
Als Vorarbeit hatten Peter und ich am Morgen schon mal den Vorbau ausgeräumt und die Fenster ausgebaut.
Peter mit Brechstange
Tobias hatte dann die richtigen Werkzeuge dabei und damit wurde zertrümmert, zersägt und zerstört was das Zeug hielt.
Das Wetter hielt bis fast zum Schluss mit einer kurzen Regenunterbrechung gut und wir kamen richtig zügig voran. Geschätzte 3,5 m3 Holz liegen jetzt oben am Weg, zusätzlich daneben weitere ca 500kg Holz mit verschweißter Teerpappe vom Dach.
Nun müssen wir uns als nächstes um die Entsorgung der Materialien kümmern und überlegen, ob wir den Caravan selbst zerlegen und dann entsorgen (scheint nicht allzu schwierig zu sein, wie Tobias uns heute zeigte), ihn versuchen den Hang hoch zu ziehen oder ob wir doch noch jemanden damit beauftragen.
Auf jeden Fall sind wir heute dank Tobias einen richtig großen Schritt weiter gekommen!
In den letzten sieben Tagen war viel los, sodass ich nicht dazu gekommen bin, euch auf dem Laufenden zu halten. Bevor es mit den großen Arbeiten weiter gehen kann, warten wir noch auf den Notartermin. Dieser ist übermorgen und danach kann es mit dem Planen des Caravan-Abrisses los gehen, denn das lässt uns quasi ein bisschen mit angezogener Handbremse planen und arbeiten, weil vieles erst weiter gehen oder begonnen werden kann, wenn das Ding vom Acker bzw. die Kuh vom Eis ist. Trotzdem ist natürlich im Garten einiges passiert. Doch der Reihe nach.
Wir bekamen in den letzten Tagen Besuch, haben die nachsprießenden Brombeeren täglich wieder dezimiert (kaum dreht man ihnen den Rücken zu, sind sie schon wieder aus dem Boden geschossen – die Wurzeln müssen raus!) und den Brennessel-Bestand auf der Feuchtwiese dezimiert.
Das größte und spannendste Projekt war wohl Peters Versuch, nach Wasser zu bohren. Idealerweise hätten wir am Fuß den Grundstücks Wasser (vielleicht kein Grundwasser, aber zumindest Oberflächenwasser) gefunden und hätten so kein Wasser zum Grundstück legen müssen. Also liehen wir kurzerhand über Ebay Kleinanzeigen (meine derzeitige Go-to-Webseite) ein Brunnebohrset für einen Tag aus und Peter machte sich an die Arbeit.
Bis ca 3,5m lief alles gut, doch dann stieß Peter auf eine undurchdringliche Steinschicht. Das ist schade, kam aber nicht ganz unerwartet, unser Nachbar gegenüber den Hang hoch hat diese bereits in 50cm Tiefe, wir waren also darauf vorbereitet. Trotzdem war es spannend, das mal auszuprobieren!
A propos Wasser: Seit ein paar Tagen steht auch unser provisorisches WC-Zelt, das unser stilles Örtchen sein wird bis wir das Häuschen haben.
Das WC-Zelt
In das Zelt kommt eine Trockentrenntoilette, die wir gerade gestern fertigbauen konnten, da der bestellte Trenneinsatz (der Festes und Flüssiges voneinander trennt und so die Geruchsbildung verhindert) endlich eintrudelte. Es fehlt noch der letzte Schliff, aber in wenigen Tagen kann die Toilette ins Zelt einziehen.
Noch steht sie im Keller
Und um das Thema Wasser noch weiter zu führen, hat Peter sich ein super System zum Auffangen von Regenwasser ausgedacht. Noch haben wir kein Wasser um zB (um)gesetzte Pflanzen zu gießen. Nicht dass wir momentan ein Problem mit Trockenheit hätten 😉 aber das ganze gute Wasser von oben kann man ja noch brauchen. Also hat Peter ein paar der Wassertonnen, die wir auf dem Grundstück gefunden haben (oder uns geschenkt wurden) am oberen Rand des Grundstücks aufgestellt und die Entwässerungsrohre, die eigentlich für den Brunnen gedacht waren, genutzt, um das Wasser das bei Regen auf dem Wendehammer abläuft zu sammeln. Hierfür hat er eine Rinne aus dem Ton-Lehmgemisch gemacht, das wir beim Brunnenbohren in ca 1,5m Tiefe gefunden haben. Funktioniert bestens. Am nächsten Tag war das erste Fass schon voll, das zweite lief heute innerhalb von nur zwei Stunden während eines Regengusses voll. Das System werden wir noch verschönern, aber im Wesentlichen beibehalten.
1A Regenwasser für trockenere Tage
Drumherum haben wir wieder neue Pflanzen gefunden (Wasserhanf, Riesensegge, Gewöhnlicher Bärenklau und Ampfer), durften das Bodenleben bestaunen (außer den viele Regenwürmern auch zahlreiche Tausenfüßler und Blindschleichen) und haben dem örtlichen Steinbruch einen Besuch abgestattet um uns die Grauwacke anzusehen, aus der wir gerne unsere Trockenmauern bauen möchten. Neben dem Arbeiten ist aber auch schon Zeit für gemütliche Pausen und Genießen der Natur. So sitzen wir gerne mal auf unseren zwei Stühlen und schauen bei einem lauwarmen Bier dem Buntspecht zu der vor uns hin und her fliegt.
Ohne Worte. Mit Gezwitscher.
Übermorgen (Donnerstag) geht es dann wie schon geschrieben zur Sache, denn endlich geht es zum Notar. Danach muss der Vertrag noch von der jetzigen Eigentümerin bzw dem Notar in Ihrem Wohnort nachbeglaubigt werden und dann gehört das Grundstück (hoffentlich!) uns.
Die von mir günstig über Ebay Kleinanzeigen erstandenen Gartenmöbel sind mittlerweile aufgearbeitet und zwei Stühle durften nun im Garten einziehen. Wunderbar, jetzt darauf Pause machen zu können!
Weiter ging es gestern mit der Zone des Grauens, die mittlerweile dezimiert und nur noch die Zones des Ungehagens ist 🙂 Da sind wir wirklich gut voran gekommen, sodass es jetzt einen direkten Weg von oben zum Geräteschuppen gibt. Dieser wird der zukünftige Weg für Schubkarre etc. und wird dann richtig angelegt sobald die schweren Geräte zum Abriss des Caravans da waren.
Kaum zu glauben, dass diese gesamte Fläche noch vor zwei Wochen überwuchert und zugemüllt war.
Im Anschluss hat Peter weiter am Teich gebastelt und Fotos davon gemacht, um seine Galabauer-Kollegen bei der Abeit um Rat zu fragen ob es möglich ist, die vordere Seite des Teichs mit einer Trockenmauer abzusichern.
Derweil habe ich die untere Wiesenfläche ein bisschen gepflegt und dort mit größeren Stämmen aus der Zone des Unbehagens einen kleinen Totholzhaufen für Käfer etc. angelegt.
Totholzhaufen vor Gemeinem Schneebällen.
Nachmittags bekamen wir dann Besuch von einer Aikido-Freundin und ihrem Sohn sowie von alten Kletterfreunden von Peter. Alle können unsere Vision des zukünftigen Gartens sehen, freuen sich für uns und haben Hilfe in unterschiedlicher Form angeboten. Dafür sind wir sehr dankbar <3
Heute ist Gartenpause, aber für die kommende Woche haben wir uns natürlich wieder viel vorgenommen.
Diesteln sind toll für Vögel und blühen schön. Breiten sich aber auch schnell und gerne aus, sodass man ihnen ab und an Einhalt gewähren muss. Im unteren, feuchten Teil des Grundstücks stehen bereits einige davon, vor allem Ackerkratzdiesteln. Ihre Dezimierung war heute mein Programmpunkt. Was die Brombeeren nicht geschafft haben (durch die dicken Schweißerhandschuhe zu pieksen) ist ihnen gelungen. Dafür gibt es meinen Respekt. Ein paar der Diesteln durften natürlich aber auch bleiben und wir freuen uns auf ihre Blüten (die dann direkt abgeschnitten werden wenn sie verblüht sind).
Zwischen den Diesteln (und den Brennesseln, die jetzt kräftig sprießen – Zeigerpflanzen für nährstoffreichen Boden) finden sich immer mehr Pflanzen, die nun nachkommen. Das Immergrün (siehe Bild ganz oben) erholt sich nach der Brombeerrodung gut und der am vergangenen Wochenende umgesetzte Fingerhut fühlt sich offensichtlich am neuen Platz sehr wohl. Von der eingesäten Gründüngung sieht man noch nichts, aber es regnet ja auch erst seit vier Tagen, das kommt bestimmt noch.
VergissmeinnichtHasenglöckchen (?)Jede Menge Wurmfarn und Gundermann finden sich im Schatten der Weiden.
Peters heutiges Projekt war ein erstes Abstecken des zukünftiges Teichs. Er soll irgendwann vor unserer Hütte, direkt im Anschluss an die Terrasse, angelegt werden. Durch die Hanglage, auch wenn sie nicht sehr stark ist, gilt es hier einiges zu beachten und den Bau gut zu planen. Wir haben schon ein paar Ideen, wie wir das umsetzen wollen, auch wenn der Bau natürlich noch ein bisschen auf sich warten lassen muss.
Größe, Form und Wasserspiegel des Teichs in der PlanungDie ausgehobene Erde ist ein Traum. Schön lehmig und nach dem ganzen Regen ordentlich feucht, aber ohne Staunässe. Die Farbe (dunkelbraun im Oberboden, lehmig helbbraun/gelblich im Unterboden) kommt auf dem Foto schlecht zur Geltung.
Heute haben wir auch Licht und Schatten am Nachmittag beobachtet und festgestellt, dass ein nicht unwesentlicher Teil des Grundstücks trotz der Södostlage nicht den ganzen Tag voll in der Sonne liegt. Das kommt vor allem durch die Bäume, die sich bereits auf dem Grundstück befinden und ist prima. Vor allem für den Teich, denn der lag schon um 16:30 Uhr nicht mehr in der Sonne, was für die Entwicklung des Teichklimas bzw der Wasserqualität viel günstiger ist, als wenn er den ganzen Tag voll in der Sonne steht.
Für morgen steht die Pflege der Wiese unten auf dem Programm (alte Stängel und trockenes Gras abharken), die weitere Dezimierung der Zones Grauens (Baumstämme klein sägen und am Rand der Wiese einen Totholzhaufen für Käfer, etc. damit bauen) und Besuch bekommen (von einer Freundin mit ihrem Sohn).
In den letzten Tagen hatten wir zum ersten Mal willkommene Hilfe im Garten und sind dadurch echt toll voran gekommen. Sechs Hände arbeiten einfach schneller als vier. Und so ist unsere Totholzhecke schon gut 1,8m hoch und ca zehn Meter lang. Wir haben in ihr unglaublich viel Schnittgut unterbringen können, das sich vorher in der Zone des Grauens befand, deren Masse dadurch nun beachtlich geschmlozen geworden ist. Das erspart uns viele Fuhren zum Grünschnittplatz. Die Hecke ist außerdem ein wichtiger Lebensraum für Vögel, Igel und andere Tiere, ersetzt einen Zaun (da kommt keiner durch!) und ist noch dazu kostenlos. Quasi eine Win-win-win-Hecke.
Panoramabild der Totholzhecke
Zusätzlich hat Peter eine erste Test-Fläche umgegraben und schon mal von den gröbsten Brombeerwurzeln befreit. Dort haben wir nun probeweise Phacelia eingesät. Wasser zum Angießen haben wir noch keins, aber in den kommenden Tagen soll es regnen und unsere Erde ist direkt unter der Oberfläche schön feucht. Mal sehen ob das reicht.
Auf dem Nebengrundstück (das seit ca 20 Jahren verwildert und in einem noch schlimmeren Zustand ist als unseres war) haben wir zwischen abgeladenem Schnittgut ein paar Fingerhutpflanzen erblickt. Diese haben wir kurzerhand ausgegraben und in das neu angelegte Beet gesetzt. Abgesehen von den beiden Farnen von Birgit/Thorsten sind dies die ersten von uns gesetzten Pflanzen. Jetzt können wir also ganz offiziell von einem Garten sprechen!
Vier Mal Fingerhut
Dort wo die Flächen jetzt frei sind, kommen immer mehr Pflanzen nach, die sich selbst angesiedelt haben. Neu dazu gekommen sind z.B. Gundermann und Vergissmeinnicht. Und auch rund um unseren Garten herum blüht jetzt vieles, sodass schon die Anfahrt allein hindurch zwischen Pflaumen- und Kirschbäumen, Löwenzahn, Gänseblümchen, etc. eine Freude ist.
Bei schönstem Sonnenschein wurden heute die ersten Stämme für die Totholzhecke am oberen Grundstücksrand gesetzt. Wir verwenden dafür erst mal alles, was wir so auf dem Grundstück finden, also z.B. die Stämme der gefällten Thuja und der Weide, die leider weichen mussten. Totholz haben wir ja in großen Mengen, die ersten Meter der Hecke sind also kein Problem. Eine Totholzhecke ist eine super Sache für ganz viele Tiere und nebenbei noch ein sofortiger, günstiger Sichtschutz.
Während Peter mit der Hecke beschäftigt war, habe ich geschätzt satte 50 m2 Brombeeren gerodet. Ich komme mit der Elektrosense immer besser klar und schneller voran, sodass die anfangs riesig scheinende Fläche langsam ihren Schrecken verliert. Wir haben heute geschätzt, dass wir jetzt schon ca ein Viertel der gesamten Brombeerfläche beseitigt haben. Zumindest oberirdisch. Von der unteren Grenze aus sieht es jetzt ganz anders aus als vorher, die Brombeerflächen sind nun „nur“ noch links und vor allem rechts und oben an der Grundstücksgrenze.
Jetzt tritt auch die Topografie des Geländes zutage, also Stellen wo es flacher oder steiler ist. So zeigte sich heute die Fläche, die sich für den geplanten Gartenteich vor der zukünftigen Hütte anbieten wird. Es fehlt uns nicht an Inspiration und Ideen!
Peter bei der Probegrabung um zu sehen wie tief man ohne Probleme graben kann. Es zeigt sich zum Glück: Tief! Der Boden ist wunderbar und hat fast keine Steine. Dafür Brombeerwurzeln 😉
Nachdem jetzt eine recht große Fläche freigelegt ist, werden wir nun anfangen den Boden an diesen Stellen umzugraben und Wurzeln zu beseitigen. Direkt im Anschluss werden wir dann Gründüngung einsäen, um den nachwachsenden Brombeeren direkt das Licht zu nehmen und den Boden weiter zu verbessern. Das machen wir mit Phacelia („Bienenfreund“ – bildet extrem schnell einen dichten Bewuchs und blüht wunderschün und schnell) und Lupine (wuzelt sehr tief und lockert dadurch den Boden schön auf). Das müssen wir auf das Wetter abstimmen und bei angekündigtem Regen machen, da wir ja noch kein Wasser auf dem Grundstück haben. Einige von euch haben angekündigt, dass sie gerne mal einen Tag mithelfen möchten – wer das tatsächlich machen mag, kann dann bald zum Einsatz vorbei kommen, denn beim Umgraben können wir jede Hilfe brauchen 🙂
Als wir das erste Mal am Grundstück waren, konnten wir den Wohnwagen weder von oben noch von unten wirklich sehen, geschweige denn erreichen. Ein großer Unterschied! Die Haufen im Bild sind übrigens keine Büsche mehr sondern Ex-Brombeeren. Alles platt 🙂
Eigentlich hätte heute der große Tag sein sollen, an dem der Caravan abtransportiert wird. Um acht Uhr trafen wir ganz aufgeregt am Garten ein, nur um dann einen Anruf des beauftragten Handwerkers zu bekommen, dass er nicht kommen könne da es einen Corona Fall in seiner Firma gäbe. Unser Eindruck ist eher, dass der Mann uns spontan reinschieben wollte, nun aber doch keine Zeit für uns hatte. Also schreiben wir den Auftrag nochmal bei MyHammer aus. Hoffentlich haben wir bei der nächsten Firma mehr Glück.
Stattdessen haben wir uns heute also daran gemacht, unseren Werkzeugschuppen auf eine andere Stelle des Grundstücks zu stellen. Bis heute stand er direkt oben am Wendehammer. Da es dort aber ein Leichtes ist, den Schuppen aufzubrechen und er uns dort außerdem beim Zaunbau im Weg steht, brauchte er einen neuen Platz. Mittlerweile haben wir ja schon das ein oder andere Plätzchen in den Brombeeren geschaffen, und so konnte der Schuppen umziehen.
Nebenbei haben wir auch noch die alte Thuja abgesägt und ihre Stämme als Pflöcke für die geplante Totholzhecke vorbereitet. Wir haben mittlerweile auch den größten Teil des (sichtbaren…) Mülls zusammen gesammelt. Waldemar, unser freundlicher Nachbar und Grundstücksvermittler von gegenüber, entsorgt netterweise alles was Plastik ist für uns und hat uns extra dafür blaue Müllsäcke geschenkt. Ich glaube er hat Mitleid mit uns 😀
Die unter den Brombeeren gefundenen Weißdorn- und Eibenbüsche erholen sich schon etwas und heute habe ich zudem noch einen Stachelbeerbusch „gefunden“. Auch andere Pflänzchen trauen sich an den Stellen aus dem Boden, wo vorher die Brombeeren alles erdückt haben.
Was könnte das sein? Phlox vielleicht?
Als nächstes steht also an, einen neuen Entsorger für den Caravan zu finden. Außerdem habe ich Kontakt zum örtlichen Landwirtschaftsverband aufgenommen um einen Bauern zu finden, der uns das Gelände mit den Brombeeren einmal ordentlich durch mulcht. Angeblich machen die ein Gelände unserer Größe in zwei Stunden platt, wir müssen nur den richtigen Bauern finden. Drückt uns die Daumen!
Verdiente Pause oder „Morgens halb zehn in Deutschland“. Im Hintergrund die Mörderhühner von Waldemar.
Auf unserer Baustelle gibt es endlich alles was man braucht: eine Kiste Wasser und eine Kiste Bier im Geräteschuppen! Da fällt die Arbeit gleich ein bisschen weniger schwer. Weitere Arbeitserleichterung finden wir in den Geräten, die wir heute von Familie Stein bekommen haben. Ein ganz, ganz dickes Dankeschön dafür! Zusammen mit den Geräte von Luise sind wir jetzt total gut ausgestattet und fühlen und schon fast wie waschechte Gartenfreaks.
Gestern und heute wurde dann der Caravan weiter freigelegt. Man kann ihn jetzt rundherum begehen und wir haben die Deichsel gefunden. Sie ist rostig aber immerhin noch dran, das ist sehr gut.
Eigentlich sind wir jetzt so weit, dass das Ding rausgeholt werden könnte, doch wir haben noch nicht von der Firma zurückgehört, die wir gerne damit beauftragen würden. Erst wenn der Wohnwagen samt Anbau entfernt ist, kann es weiter gehen, denn wir müssen ja Platz für den Abtransport halten.
Vorher-nachher-Foto 1. Ein scheinbar kleiner Schritt, wenn man die Gesamtmenge Brombeeren betrachtet.
Als nächstes kommt dann der Zaunbau an der oberen Grundstücksgrenze. Streng genommen hat man eigentlich nur von oben Zutritt zum Grundstück. Rechts und links von uns sind momentan zwei weitere Brombeerhöllen und am unteren Ende ist nur Acker und ein Bach, ohne Weg. Parallel dazu plant Peter schon den oberen Teil, der später hinter dem Zaun liegen wird und wo wir unser Auto parken werden. Dort müssen wir die erste kleine Terrassierung machen um eine Stellfläche zu erzeugen. Dementsprechend lesen wir derzeit viel über Hangbefestigung, Pflanzsteine, Drainage und Zement.
Vorher-nachher-Foto 2. Die „Ausfahrt“ für den Caravan und zukünftig irgndwann unsere Treppe zur neuen Hütte.
Mit dem neuen Spaten habe ich heute eine erste Probegrabung gemacht um die Situation der Brombeerwurzeln zu eruieren. Sie sind anscheinend unterirdisch genauso dick wie oberirdisch (also bis zu 4cm im Durchmesser) und bilden immer wieder dicke Knoten wo die ehemaligen oberirdischen Teile sprossen (siehe Foto oben). Die Erde ist jetzt, wo es weniger geregnet hat, bei weitem nicht mehr so schwer wie zuerst angenommen und lässt sich tatsächlich gut bearbeiten. Das Umgraben und Wurzeln rausholen wird mega viel Arbeit, das ist klar. Aber wir müssen ja nicht die ganzen 800m2 auf einmal machen und haben schon von einigen Seiten Hilfe angeboten bekommen, die wir auch auf jeden Fall annehmen werden 😀 Bei jedem Spatenstich kommen Regenwürmer zum Vorschein, die Erde ist feucht aber krümelig. Wunderbar!
Heute haben wir im Kampf mit den Brombeeren zum ersten Mal technische Hilfe in Form unserer neuen Motorsense bekommen. Peter konnte sich nicht so recht mit ihr anfreunden, deshalb griff er wieder zur Machete und hat mir den Freischneider überlassen. Also kurzerhand das Dinge angeworfen und los gings. Macht ´ne Menge Spaß und beschleunigt das Schneiden, ist aber trotzdem noch immer ziemlich anstrengend.
Immer schön aus dem Zentrum raus 😉
Zwei Stunden später zitterten mir die Hände, aber jetzt steht es in unserem Brombeerfight 2.0! Der Caravan ist jetzt nach vorne hin ziemlich Brombeerfrei und die Schneise zum Rausziehen des Wohnwagens nach oben hin ist fast geräumt. Zumindest an diesem Teil des Grundstücks lichtet sich das Gelände etwas. An die ganzen Wurzeln, die wir da dann irgendwann ausgraben müssen, denken wir jetzt erst mal noch nicht.
Überall Brombeerleichen. Zum Vorschein kam dabei ein Weißdorn, der gerne bleiben darf! Die Thuja degegen wird Peter morgen mit der Motorsäge (und in seiner neuen sexy Schnittschutzhose!) fällen.Exakt das wird der Blick aus unserer Terrassentür sein (minus der Brombeeren im Vordergrund). Das hält uns ohne Zweifel bei der Stange!Das ist die Ausfahrt für den Caravan (weg damit!).
Heute bekamen wir außerdem den ersten Besuch von Peters Kollegin Petra, die mit ihrem Lebensgefährten Thomas einen Garten in ca 500m Luftlinie von uns entfernt hat. Sie konnten uns direkt wertvolle Infos geben, zum Beispiel zur Bodenqualität. Petra sagt, bei ihr wächst und wuchert alles ganz wunderbar, der Boden hier sei ganz hervorragend, leicht sauer, lehmig und somit nicht zu trocken aber auch ohne zu viel Nässe. Letzteres hatte ich vorher gerade auch getestet indem ich Wasser in ein gegrabenes Loch gegossen habe. Es ist gut versickert, sodass wir uns um Staunässe keine Sorgen machen müssen.
Petra und Thomas waren sich einig, dass unser Grundstück zwar viel Arbeit bedeute, aber der Ausblick und die südöstliche Lage wirklich traumhaft seien. Außerdem haben sie uns Hilfe in Form von Kettensägenarbeiten und dem Teilen ihres Wissen angeboten, sowie ein kühles Bier aus ihrem Kühlschrank wann immer wir eine Pause brauchen. Mit solchen Nachbarn – auch wenn sie ein paar Wege weiter ihren Garten haben – kann nicht mehr viel schief gehen.
Und a propos Nachbarn. Auch Waldemar von gegenüber trafen wir heute wieder. Er hatte ein paar Säcke Plastikmüll für uns entsorgt und uns gleich noch neue Müllsäcke und einen Handfeger geschenkt. Fühlt sich rundum wirklich gut an!
Wirklich beeindruckend ist dieser Anblick wohl nur, wenn man den Vergleich zu vorher hat (als der Caravan komlett unter Brombeeren lag und fast nicht sichtbar war). Wir sind mit dem Fortschritt erst mal zufrieden.
Das Wetter wird schöner und so waren wir heute für ein paar Stunden im „Garten“ (so richtig passt diese Bezeichung noch nicht…) um uns weiter um Brombeeren und Co zu kümmern.
Der Plan war, mit unserem nagelneuen Stromaggregat die elektrische Heckenschere anzuschmeißen und im großen Stil zu roden. Das Aggregat funktioniert super (ist aber auch echt s§$%& schwer), nur die Heckenschere wollte nicht. Also hieß es nochmal händisch mit Machete und Astschere ran gehen. Drei Stunden später war dann mehr Platz um den moderigen Caravan das Dornröschenschloss. Und die Schneise, die wir brauchen werden um letzteren herauszuholen, ist auch schon fast frei. Der Strom wurde dann doch noch gebraucht, denn Peter hat kurzerhand zwei kleinere Birken gefällt, die dem Wohnwagen bei seiner Fahrt vom Grundstück leider völlig im Weg stehen.
Während Peter den Brombeeren zuleibe rückte, kümmerte ich mich um den Zuweg von oben, der bisher nur ein schmaler Weg war und für die Wohnwagen-Aktion noch wesentlich breiter werden musste. Den Fortschritt erkennt man wohl nur, wenn man weiß, wie es vorher aussah, aber wir sind mit dem Tagwerk heute ganz zufrieden.
Zwischendurch habe ich mich mal am unteren Rand des Grundstücks umgesehen um eine erste kleine Bestandsaufnahme zu machen. Unten ist sehr viel Gras (Rasen-Schmiele?), zwischendurch finden sich ein paar Disteln und Brennesseln, sonst wenig. Gefunden habe ich dort auch drei Sträucher, die mir verdächtig nach Johannisbeeren aussehen. Der Bodentest, den ich heute an zwei Stellen gemacht habe, sagt uns, dass der Boden leicht sauer ist und der ph-Wert bei etwa sechs liegt. Das ist nicht ideal aber machbar. Außerdem ist die Erde lehmig und insbesondere weiter unten feucht. Die Humusschicht ist sehr dünn. Unser Plan, an den Stellen wo Brombeerwurzeln raus kommen direkt Gründüngung zu säen (Phacelia und Lupine – sie durchwurzeln den Boden gründlich und lockern ihn dadurch auf und durch das Einarbeiten des abgemähten Materials kann sich langsam eine Humusschicht aufbauen) passt also gut dazu.
Den Rest des Tages werden wir versuchen in Erfahrung zu bringen, wie wir die Heckenschere zum Laufen bekommen. Nebenbei recherchiere ich mit großer Freude einheimische Gehölze und Rosensträucher und stelle schon mal meine persönliche Wunschliste zusammen, auch wenn das Pflanzen dieser Gewächse sicher nicht vor Herbst vonstatten gehen wird (was sowieso die beste Zeit ist um heimische Gehölze zu setzen). Ich träume von Zimt- und Kartoffelrosen, Felsenbirnen, Pfaffenhütchen und Faulbäumen (kein sehr attraktiver Name, ist klar, aber der Lieblingsbaum des Zitronenfalters und sehr gut verträglich für unsere Bodenbeschaffenheit). Peter wünscht sich Obstbäume und Bambus. Der Platz ist auf jeden Fall für alles da!
Gestern trafen wir spontan einen Kollegen von Peter (seines Zeichens Fortwirt) an unserer Smultronställe um seine Meinung zu den diversen Problemzonen unseres Stückles einzuholen. Neben der Frage nach dem Erhalt oder Fällen diverser Bäume (sind nicht so viele), der Hangsicherung und zum Zaunbau haben wir auch diskutiert, wie der Caravan vom Grundstück entfernt und die Zone des Grauens maschinell entschärft werden kann. Als Fachmann hat er direkt bei der Entsorgungsfirma seines Vertrauens angerufen, die sich kommenden Woche bei uns melden wird. Wir haben uns dazu entschlossen, für die groben und schweren Arbeiten professionelle (und bezahlte) Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Die Brombeerhölle wird uns dann im Anschluss noch genug fordern. Die Elektrosense für die überirdische Entfernung der Brombeeren ist bereits auf dem Weg zu uns, dann fehlt nur noch das Stromaggregat und das Gemetzel kann losgehen. Einen großen Teil werden wir vorläufig erst mal stehen lassen und schrittweise vorgehen um eventuell brütende Vögel möglichst wenig zu stören.
Gegen Ende des Ortstermins setzte dann der Regen ein, der bis heute anhielt. Und was macht man wenn es regnet, man aber zu Coronazeiten im Gartenfieber ist? Richtig: Planen und virtuell einkaufen 😉
Also sitzen wir über Büchern und durchforsten das Internet nach Bauanleitungen (ich weiß jetzt was eine Knüppeltreppe ist!) und -material und entwerfen unsere Trockentrenntoilette.
Gestriges Highlight war jedach mit Abstand Peters Anprobe der einzigen Maske, die er wirklich richtig gerne trägt (siehe oben) 😀
Heute war dann also Tag 1 unseres Abenteuers. Wir haben den Vorvertrag unterzeichnet, eine neue Freundin kennengelernt (Nala, die Katze unseres Nachbarn) und uns mit der Machete und diversen anderen Geräten Zutritt zur Brombeerhölle verschafft. Diese ist grob geschätzt 800 m2 groß, ganz schön hoch und fies dornig. Vorher mussten wir uns aber erst noch durch die Zone des Grauens kämpfen, die ihren Namen deshalb bekam, weil es der Ort ist an dem in den letzten drei Jahren Hinz und Kunz zusammen mit ihrem Grünschnitt auch gleich alte Tannenbäume und jeglichen anderen Müll abgekippt haben, den sie so los werden wollten.
Ziel war es, heute zumindest bis an den alten Caravan zu kommen und uns davon einen Eindruck zu verschaffen. Wie ein marodes, vergammeltes Dornröschenschloss schlummert dieser alte Wohnwagen seit Jahren unter einem Dickicht von Brombeeren vor sich hin. Wir konnten uns tatsächlich bis dort hin vorarbeiten und ihn rundherum frei legen und begutachten. Letzteres war vor allem wichtig, damit wir ausmessen konnten, wie groß der Wagen samt Über- und Vorbau ist, um so die Maße zu ermitteln, die das geplante neue Gartenhaus haben kann. Mein erster Eindruck täuschte mich zum Glück, denn das Ding ist größer als erwartet, sodass wir mit der Fläche, die wir gerne hätten, locker auskommen. Das waren echt gute Neuigkeiten, obwohl es gleichzeitig bedeutet, dass es mehr zu entsorgen gibt.
Unsere neue Freundin Nala
Fünf Stunden später waren wir zufrieden mit unserem Tagwerk: Ein erster Haufen Müll ist gesammelt (volle Lackdosen einfach in die Natur schmeißen? Really?! What´s wrong with you people?!), der Caravan liegt frei, wir haben Rehe und einen Hasen über das Feld jagen sehen (jawohl, einen echten Hasen!) und bei den Brombeeren steht es 1:0 für uns (allerdings ist ja bekanntlich nach dem Spiel vor dem Spiel und die Saison hat sozusagen gerade erst begonnen…). Das Wetter hatte alles zu bieten von blauem Himmel bis Hagel und Schnee, hat aber alles in allem gut gepasst.
Vorher.Sie nannten ihn Machete.Ein Dank an Marlies und Peter für die echt paraguayische Urwaldmachete!TagesausbeuteFreigelegt! Mit viiiiiel Fantasie sieht man hier einen Teil der zukünftigen Terrasse.
Als nächstes werden wir am Wochenende einen Kollegen von Peter – seines Zeichens Forstwirt – am Garten treffen um uns fachmännischen Rat zur Beseitigung der Brombeeren bzw deren Wurzeln einzuholen und mit ihm zu besprechen, wie der Caravan rausgeholt werden kann. Zudem entwerfen wir derzeit unser zukünftiges Gartenhaus, das noch diese Woche bestellt werden muss, damit wir es in den Sommerferien geliefert bekommen und aufbauen können. Wir beschäftigen uns mit Solaranlagen, Trockentrenntoiletten, Gründüngung, Trockenmauern, Stromaggregaten, Freischneidern und vielem mehr.
Das Abenteuer hat tatsächlich begonnen. Wir werden schwitzen und sicher auch mal fluchen, Fehler machen und viel lernen, aber wir freuen uns auf die Reise!
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