Herbstzeit ist Pflanzzeit! Überpünktlich erreichten uns die restlichen bestellten Heckenpflanzen und da das Wetter in den letzten zwei Wochen recht gut war, wurde nun endlich die Hecke fertig gepflanzt. Einige Pflanzen wurden wurzelnackt, andere mit Ballen gesetzt und ein paar haben – so wie die Obstbäume – einen Drahtschutz gegen die Wühlmäuse bekommen. Im Anschluss haben wir gut 200 Zwiebeln für Frühblüher dazwischen gesetzt. Hier setzen wir wie (fast) immer auf einheimische Arten. Nicht nur weil das für die Tierwelt mehr Sinn macht (Stichwort Trachtfließband – also das Blühen von für Insekten relevanten Blumen nacheinander, sodass es zu jeder Jahreszeit fast immer was zu Schnabulieren gibt) , sondern auch weil einheimische Zwiebeln weniger lecker für Wühlmäuse sind. Diese gehen besonders gerne an Tulpen (die eigentlich in der Türkei heimisch sind) und andere Züchtungen. Einheimische Sorten und insbesondere Narzissen werden dagegen eher verschont.
Zwischen die Gehölze haben wir dann schon mal ein paar alte Tonröhren verteilt, die momentan noch etwas deplatziert wirken, aber zukünftig als Versteck für Kleintiere dienen sollen, sobald die Hecke und die Blumenwiese etwas gewachsen sind (siehe Foto unten in der Galerie).
Vervollständigt wurde die Hecke last but not least mit der Fettwiese-Untersaat von Rieger & Hoffmann.
Wir hoffen sehr, dass alles gut angehen und gedeihen wird und nicht nur sehr, sehr teures und mit viel Arbeit ausgebrachtes Wühlmaus- und Vogelfutter ist…




Während ich mit den Blumenzwiebeln und der Einsaat beschäftigt war, hat Peter weiter an der Trockenmauer für die Terrasse gebaut. Das bedeutet einen Graben für das Fundament ausheben und mit Schotter anfüllen, gut feststampfen und dahinter ein Drainagerohr legen. Dann können die Steine gesetzt und immer schön mit Schotter hinterfüllt werden.


Wie man sieht, ist die Mauer schon fast fertig! Weiter geht es mit dem Aushub für das Ringfundament des Häuschens. Mit dem Aushub wird dann auch gleich der Raum hinter der Trockenmauer aufgefüllt, damit dieser eben wird. Oben drauf kommt dann irgendwann die Holzterrasse. Peter hat sich in den letzten Wochen ausführlich mit Themen wie z.B. Punkt- vs Ringfundament, Beton gießen und Bewehrungskörben beschäftigt und einen Plan erstellt wie wir das Fundament bauen werden. Das ist das bisher wohl größte und schwierigsten Projekt für uns und wir sind dankbar für Youtube und das Internet, über die so viele Informationen frei zugänglich sind, auch wenn man hier oft die Spreu vom Weizen trennen muss.

Bei der Gartengestaltung ging es dann noch weiter mit dem Anlegen einer kleinen, runden Kräuterrasenfläche um den Apfelbaum herum, schließlich will man ja irgendwann die Äpfel auch mal ernten können. Auch um den Birnenbaum wird eine solche Fläche demnächst angelegt. Um beide drumherum habe ich ebenfalls Krokusse, Leimkraut, Kugellauch und vor allem Knoblauch gesetzt, der sich günstig auf Obstbäume auswirken soll indem er Schädlinge fern hält. Auf die eingesäte Fläche oben drauf gab es dann noch eine ganz dünne Schicht Blätter als Mulch (zu viel darf es nicht sein, denn die Saaten sind Lichtkeimer) damit weder Regen noch Vögel zu viel Schaden an der ausgebrachten Saat anrichten. Das gleiche habe ich dann auch noch bei der Hecke gemacht.

In den kommenden Tagen wird auch die Birne noch auf die gleiche Art unterpflanzt. Und dann geht es weiter mit Fundamentbau und – mal wieder – dem Ausbuddeln von Brombeerwurzeln. Derzeit liegen noch ca 40 m2 Fläche vor uns, auf der die Brombeeren schon gerodet aber noch nicht ausgegraben sind (auf dem Bild oben zwischen Apfelbaum und Hecke und rechts davon sichtbar). Jetzt, wo es mehr regnet und unser Lehmboden schön feucht ist, macht das noch weniger Spaß als sonst, weil die Wurzeln im unteren Gartenteil zwar schon weniger tief liegen (dort stehen die Brombeeren noch nicht so lange), dafür aber schwieriger im klebrigen Lehm zu greifen und zu entfernen sind. Allerdings haben wir, wenn diese Fläche gemacht ist, einen wirklich schon sehr großen Teil des Gartens befreit und der Vergleich zum Anfangszustand des Gartens ist krass. Die letzte und nicht zu unterschätzende Etappe wird dann das Brombeerfeld rund um die große Birke sein. So in etwa nochmal 100m2, denke ich. Doch alles zu seiner Zeit.
Und hier kommen noch ein paar Fotos vom Mauerbau und der fertigen Hecke.
Volker sagt:
Es ist sehr schön und interessant zu verfolgen, wie euer Garten sich wandelt. Zeitgleich mit den Jahreszeiten verändern sich Gestalt und Anblick. Und es sieht stimmig aus, liest sich auch so. Der Garten wird neu kultiviert, nachdem er lange Zeit im Brombeer-Hecken-Schlaf lag. Wachgeküsst von euch beiden. Pflanzen und Tiere werden es euch danken. Nicht alle. Aber auch das ist Teil des Wandels.
Und Peter Baumeister setzt Mauern und Terrassen. Alles mit Weitblick. Denn später gibt es auf der Terrasse ein gut gekühltes Dosenbier. Ich muss dran denken und beim nächsten Besuch welches mitbringen.
22. November 2021 — 20:22
Sonja sagt:
Ja, das Haus ist bestellt und kommt wohl Ende März. Bis dahin ist noch viel zu tun (morgen werden Schalsteine geholt). Und wir freuen uns auf ein gemeinsames Dosenbier auf der Terrasse mit euch, das wäre wunderbar!
10. Dezember 2021 — 13:18