Fast vier Wochen gab es keinen Eintrag in unserem Blog. Nicht etwa, weil sich nichts getan hätte, weit gefehlt! Sondern wohl eher, weil sich die Arbeit an den Hochbeeten einfach zog wie Kaugummi und man den Eindruck hatte, es geht nicht voran. Vier Mal Trockenmauer bauen, vier Mal Boden ausheben und vor allem Wurzeln raussammeln, vier Mal Pflastersteine stellen, vier Mal Hasendraht pfriemeln (sagte ich schon, dass das bisher meine most hatet Arbeit im Garten war?), etc.

Ich dachte zwischendurch, wir schaffen das nicht bevor das Haus kommt, aber dann kam unsere Freundin Birgit mit Hund Michiko (siehe Titelbild oben) und neuem Elan und hat uns an mehreren Sonntagen geholfen. Da ging die Arbeit dann gleich wieder mit mehr Spaß (und mehr Kuchen!) vonstatten und jetzt sind sie tatsächlich fertig, die vier Hochbeete!

Und weil es so schön war und wir noch Palettenrahmen übrig hatten, hat Peter gleich noch weiter gemacht und noch ein zusätzliches Kartoffelbeet angelegt. Nicht als Hochbeet, deshalb viel weniger aufwändig, aber trotzdem musste auch dort der Boden umgegraben und die Wurzeln (zur Abwechslung nicht nur Brombeere sondern auch Brennessel) rausgesammelt werden. Die Saatkartoffeln liegen seit vorgestern zum Vorkeimen im Wohnzimmer (für diejeningen von euch mit Kartoffel-Erfahrung: keimt ihr vor oder nicht? Das Internet ist sich da wie so oft nicht einig…), es gibt Blaue Anneliese, Annabelle, Heiderot und Bamberger Hörnle.

Und wo wir schon beim Gemüse sind: Die Tomaten sitzen seit Mittwoch auf der Heizung zusammen mit dem Amaranth (der ab geht wie Schmidt´s Katze) und gestern wurden Knollenfenchel, die zweite Ladung Radieschen (die ersten stecken gerade die Köpfe aus der Erde) und Winterheckenzwiebeln eingesät. In die fertigen Beete! 🙂

Um mal etwas zu machen was nicht nur praktisch sondern einfach schön ist, habe ich dann begonnen den selbst gebastelten Staketenzaun um den Gemüsegarten zu bauen. Ist vielleicht nicht jedermanns Geschmack weil sehr rustikal, aber das war wirklich einer meiner Gartenträume.

Staketenzaun und Hundebeweisfoto

Ach ja, a propos Zaun: Als der Beete fertig waren, kam direkt erst mal der lebendige Weidenzaun dran. Weidenruten hatte ich mir ja über Nebenan.de besorgt und zwischenzeitlich ins Wasser gestellt. Damit habe ich dann entlang der Grundstücksgrenze bzw. eines Teils davon einen ca 1,20m hohen Zaun geflochten. Angeblich werden die Ruten nun anwachsen und so wird ein grüner, lebender Zaun entstehen. Wir sind gespannt.

Alles steckt, jetzt noch flechten
Fertig!

Während ich mit den Zäunen beschäftigt war, hat Peter noch „eben kurz“ die Terrasse vor dem zukünftigen Gartenhaus aufgebaut und zweifach geölt. Ich bin immer wieder von den Socken, was mein Mann so aus dem Ärmel zaubert und wie wunderbar das dann auch noch aussieht.

Blick von der Terrasse

Im Anschluss hat er dann noch damit begonnen, eine Treppe von der Terrasse in den Garten zu bauen.

Auch die ist fast fertig und wir können nun kaum glauben wie sehr sich der Garten in den letzten Tagen dann plötzlich doch optisch verändert hat. Es macht so viel Freude, nun mit Arbeiten zugange zu sein, die etwas aufbauen und schön machen, anstatt immer nur Dinge wegzumachen (Brombeeren und ihre Wurzeln) oder zu entsorgen (Müll). So langsam hat das ganze den Namen „Garten“ tatsächlich verdient. Wobei wir dank eines Engels seit zwei Wochen beim „Wegmachen“ die wirklich geile Hilfe unserer neuen Doppelgrabegabel haben (wir nennen sie liebevoll „der Gerääät“).

Tadaa: Meine zweite Liebe 😉

Der Gerääät erleichtert das Lockern des Bodens ungemein und man kommt beim Herausziehen der Brombeerwurzeln deutlich schneller und vor allem rückenschonender voran. Ich bin total verknallt in das Teil. Den ersten Einsatz bekam der Gerääät beim Umgraben des Bodens für die Dicken Bohnen (auf deren Keimung ich seitdem sehnlichst warte).

Nein, hier ist nicht der Nachbar begraben sondern die Saubohnen

Es nähert sich ja nun auch unser erster Garten-Jahrestag (am 6. April war der erste Spatenstich) und passend dazu haben wir jetzt auch den Liefertermin für das Gartenhaus bekommen. Wenn alles klappt, wird das Häuschen am Freitag im Garten ankommen. Das ist für uns ein mittlerer logistischer Alptraum und wir sind entsprechend aufgeregt.

Ach ja, und last but not least feierten Peter und ich im Garten unseren zehnten Jahrestag. Dank 2G ohne Restaurant aber stattdessen mit Sushi und Sekt auf unserer Smultronställe <3

Und zum Abschluss hier für euch noch ein paar Fotos u.a. der Blüten der Frühblüher an denen wir uns erfreuen: