Nur die Harten kriegen ´nen Garten

Das Abenteuer beginnt

Heute war dann also Tag 1 unseres Abenteuers. Wir haben den Vorvertrag unterzeichnet, eine neue Freundin kennengelernt (Nala, die Katze unseres Nachbarn) und uns mit der Machete und diversen anderen Geräten Zutritt zur Brombeerhölle verschafft. Diese ist grob geschätzt 800 m2 groß, ganz schön hoch und fies dornig. Vorher mussten wir uns aber erst noch durch die Zone des Grauens kämpfen, die ihren Namen deshalb bekam, weil es der Ort ist an dem in den letzten drei Jahren Hinz und Kunz zusammen mit ihrem Grünschnitt auch gleich alte Tannenbäume und jeglichen anderen Müll abgekippt haben, den sie so los werden wollten.

Ziel war es, heute zumindest bis an den alten Caravan zu kommen und uns davon einen Eindruck zu verschaffen. Wie ein marodes, vergammeltes Dornröschenschloss schlummert dieser alte Wohnwagen seit Jahren unter einem Dickicht von Brombeeren vor sich hin. Wir konnten uns tatsächlich bis dort hin vorarbeiten und ihn rundherum frei legen und begutachten. Letzteres war vor allem wichtig, damit wir ausmessen konnten, wie groß der Wagen samt Über- und Vorbau ist, um so die Maße zu ermitteln, die das geplante neue Gartenhaus haben kann. Mein erster Eindruck täuschte mich zum Glück, denn das Ding ist größer als erwartet, sodass wir mit der Fläche, die wir gerne hätten, locker auskommen. Das waren echt gute Neuigkeiten, obwohl es gleichzeitig bedeutet, dass es mehr zu entsorgen gibt.

Unsere neue Freundin Nala

Fünf Stunden später waren wir zufrieden mit unserem Tagwerk: Ein erster Haufen Müll ist gesammelt (volle Lackdosen einfach in die Natur schmeißen? Really?! What´s wrong with you people?!), der Caravan liegt frei, wir haben Rehe und einen Hasen über das Feld jagen sehen (jawohl, einen echten Hasen!) und bei den Brombeeren steht es 1:0 für uns (allerdings ist ja bekanntlich nach dem Spiel vor dem Spiel und die Saison hat sozusagen gerade erst begonnen…). Das Wetter hatte alles zu bieten von blauem Himmel bis Hagel und Schnee, hat aber alles in allem gut gepasst.

Vorher.
Sie nannten ihn Machete.
Ein Dank an Marlies und Peter für die echt paraguayische Urwaldmachete!
Tagesausbeute
Freigelegt! Mit viiiiiel Fantasie sieht man hier einen Teil der zukünftigen Terrasse.

Als nächstes werden wir am Wochenende einen Kollegen von Peter – seines Zeichens Forstwirt – am Garten treffen um uns fachmännischen Rat zur Beseitigung der Brombeeren bzw deren Wurzeln einzuholen und mit ihm zu besprechen, wie der Caravan rausgeholt werden kann. Zudem entwerfen wir derzeit unser zukünftiges Gartenhaus, das noch diese Woche bestellt werden muss, damit wir es in den Sommerferien geliefert bekommen und aufbauen können. Wir beschäftigen uns mit Solaranlagen, Trockentrenntoiletten, Gründüngung, Trockenmauern, Stromaggregaten, Freischneidern und vielem mehr.

Das Abenteuer hat tatsächlich begonnen. Wir werden schwitzen und sicher auch mal fluchen, Fehler machen und viel lernen, aber wir freuen uns auf die Reise!