Der Januar brachte überwiegend kaltnasses Wetter, zum Glück aber fast keinen Frost, sodass wir stetig weiterbauen und umgraben konnten.

Der größte Fortschritt zeigt sich derzeit beim Fundament. Peter hat sich echt ins Zeug gelegt, damit es rechtzeitig fertig wird und noch genug Zeit hat um gut durchzuhärten. Also wurde weiter gegraben und verschalt und gestern war es dann so weit: Der letzte Teil samt Bodenplatte konnte gegossen werden! Zum ersten Mal hatten wir beim Gießen sogar Sonnenschein (bisher war das Wetter beim Betonieren fast immer nass und nieselig), was nicht nur der Laune sondern auch der Bodenbeschaffenheit (kein Matsch!) zugute kam. Nach sieben Säcken Zement, gut zwei Tonnen Schotter, ca 60 Schubkarren und ca drei Stunden glätten war alles fertig und sieht super aus.

Hier eine Fotostrecke mit dem Baufortschritt der letzten Wochen:

Nun muss der Zwischenraum noch geschottert und gestampft werden. Darauf kommen dann ein paar Platten Styrodur und eine Dampfsperre und dann kann das Häuschen kommen! Wir freuen uns mega darauf!

Auch der Gemüsegarten hat Fortschritte gemacht. Wie wir festgestellt haben, müssen wir für die Beete terrassieren. Mehr als gedacht. Glücklicherweise haben wir aber noch einiges an Grauwackesteinen übrig, sodass wir das mit kleineren Trockenmauern gut hinbekommen. Erde muss dann von einer Seite auf die andere umgeschichtet werden um den schräg abfallenden Hang auszugleichen. Dabei können auch gleich die Brombeerwurzeln aussortiert werden.

Für die Beete selbst haben wir von unserem Freund Tobias Palettenrahmen geschenkt bekommen, die man super zum Hochbeet umfunktionieren kann. Das spart nicht nur eine Menge Geld, sondern auch Arbeit, denn sie können schnell aufgestellt und müssen nicht erst gebaut werden. Die Holzrahmen stehen auf einer Reihe Pflastersteine, die wir kostenlos über Ebay Kleinanzeigen bekommen haben. So verrotten die Rahmen von unten hoffentlich nicht so schnell.

So sah und sieht es aktuell im Gemüsegarten aus:

Nach und nach werden nun vier solcher Beete aufgebaut, wobei wir uns (nachdem wir mal überschlagen haben wie viel Erde in die Beete rein kommt und dabei blass wurden) für die nächsten drei Beete dazu entschieden haben, sie nur einen Rahmen hoch zu machen. Statt zweitem Rahmen oben drauf, heben wir die Beete einfach etwas tiefer aus. Unten rein kommt das Wühlmausgitter, obendrauf Grünschnitt und dann wieder ausgehobene Erde. Darauf dann Kompost, Schafmist, Urgesteinsmehl, Bokashi und Pflanzerde. Das macht etwas mehr Arbeit (allerdings müssen wir die Erde ja sowieso auf Brombeerwurzeln durchforsten), spart aber echt viel Pflanzerde. Und wir kommen trotzdem auf eine gute Tiefe für Karotten etc ohne dass diese in das Wühlmausgitter einwachsen.

Dies ist nun unser erster Frühlingsbeginn im Garten und so beobachten wir zum ersten Mal, wie sich die Frühblüher der Sonne entgegenstrecken. Wir sind gespannt, wie viele der von uns gesetzten Frühblüher uns die Wühlmäuse übriggelassen haben (die Schneeglöckchen im Bild sind wild und wurden nicht von uns gesetzt).

Und a propos Pflanzen: Für das Vorziehen der Gemüsepflanzen ist es noch etwas früh (nur die Artischockensamen haben bisher den Weg in die Vorzuchttöpfe gefunden), aber einige Stauden können durchaus schon vorgezogen werden. Die folgenden stehen schon auf dem Balkon und gehen hoffentlich bald auf:

Abgesehen davon treibt auf der Fensterbank die Süßkartoffel die ersten zarten Triebe, die dann im Mai in Kübel gesetzt werden können.