Teil eins des Fundaments ist fertig! Peter hatte super vorgearbeitet und die Armierung in den Fundamentgräben schon letzte Woche fertig bekommen. Am vergangenen Wochenende konten wir dann schon Beton gießen. Vorher hatten wir uns noch fachmännische Beratung von unserem schwedischen Freund Johan geholt, der uns bestätigte, dass auch leichte Minusgrade beim Aushärten nicht tragisch sind.

Der Wetterbericht hatte einen trockenen Tag angesagt (zumindest bis zum späten Nachmittag), also legten wir mit Hilfe der Betonmischmaschine unseres Nachbarn Waldemar los. Ich an der Schippe, Peter an der Schubkarre.

Knapp drei Stunden später und bei einsetzendem Regen wurden wir gerade rechtzeitig fertig. Alles ist schön glattgezogen und hoffentlich im Wasser (also nicht im Regen, sondern schön gerade).


Dieses Wochenende holen wir die vorbestellten Schalungssteine ab, die dann auf das Fundament drauf gestellt und wieder mit Beton verfüllt werden. Vorher muss aber der Beton erst völlig aushärten.
Während Peter mit der Armierung zugange war, habe ich die Birke weiter von Brombeeren befreit. Die Birke steht jetzt völlig frei und hat wieder Luft und das rechte Areal des Gartens öffnet sich jetzt langsam dem Blick (und der zukünftigen Planung). Als blaue Überraschungseier haben wir in den Brombeeren unter der Birke mal wieder vier (!) Wasserfässer gefunden. Ich bin gespannt, was sich noch alles unter dem Rest verbirgt – in etwa 100 m2 Brombeeren sind wohl noch zu roden.


Da die Fotos schon wieder ein paar Tage alt sind sieht man nicht, wie weit wir an dieser Stelle bereits gekommen sind, zumal unsere Freundin Anna am letzten Dienstag an dieser Stelle geholfen hat.
Nebenbei hatten wir dann noch die Idee, im nächsten Frühjahr mit Weidenruten an der rechten Grenze zum unbewirtschafteten Nachbargrundstück einen lebenden Zaun zu setzen. Dafür steckt man frisch geschnittene Weidenruten eng nebeneinander in den Boden und verflechtet sie miteinander. Sie wachsen dann an und ergeben einen wunderbar grünen, schönen Zaun der irgendwann zur Hecke wird. Die Weidenruten müssen aber natürlich irgendwo herkommen. An der südlichen Grundstücksgrenze stehen ja einige Kopfweiden, die auch geschnitten werden. Also habe ich kurzerhand NABU und BUND Ortsgruppen der Umgebung kontaktiert und tatsächlich herausgefunden, dass es der NABU Mettmann ist, der sich um diese Weiden kümmert. Ein Gespräch mit einer sehr freundlichen Dame ergab, dass sie sich über unser Hilfsangebot bei der Pflege der Kopfweiden sehr freut und wir die Ruten dann tatsächlich gerne behalten dürfen. Kurzerhand bin ich dann auch direkt beim NABU Mitglied geworden. Das knüpft an meine langjährige Tätigkeit auf Wallnau im Vogelschutzgebiet des NABU an und der Kreis schließt sich so wieder 🙂
Volker sagt:
Die Birke
Es wächst wohl auf der Heide
Und in des Waldes Raum
Ein Baum zu Nutz und Freude,
Genannt der Birkenbaum.
Die Schuh, daraus geschnitzet,
Sind freundlich von Gestalt.
Wohl dem, der sie besitzet,
Ihm wird der Fuß nicht kalt.
Es ist die weiße Rinde
Zu Tabaksdosen gut,
Als teures Angebinde
Für den, der schnupfen tut.
Man zapfet aus der Birke
Sehr angenehmen Wein,
Man reibt sich, daß es wirke,
Die Glatze damit ein.
Dem Birkenreiserbesen
Gebühret Preis und Ehr;
Das stärkste Kehrichtwesen,
Das treibt er vor sich her.
Von Birken eine Rute,
Gebraucht am rechten Ort,
Befördert oft das Gute
Mehr als das beste Wort.
Und kommt das Fest der Pfingsten,
Dann schmückt mir fein das Haus,
Ihr, meine liebsten Jüngsten,
Mit Birkenzweigen aus.
Wilhelm Busch
7. Januar 2022 — 11:22
Sonja sagt:
Der gute alte Wilhelm 🙂 Schönes Gedicht, danke! <3
7. Januar 2022 — 16:44