Das Wetter ist weiterhin überwiegend trübe, aber das Fundament muss fertig werden. Also haben wir uns nach Weihnachten an die Arbeit gemacht und weiter gewerkelt. Schalbretter wurden oben auf die Schalsteine aufgesetzt und mit Schraubzwingen festgeschraubt um das Fundament noch etwas zu erhöhen und vor allem um die sehr unterschiedlich hohen Schalsteinen auszugleichen. Wer günstig kauft, muss eben improvisieren und mehr arbeiten 😉 Dann hieß es, das ganze in die Waage zu bringen, was nicht ganz einfach war, uns aber letztendlich (anscheinend) gelungen ist.

Im nächsten Schritt haben wir dann, mal wieder bei leichtem Nieselregen, Beton gemischt, die Steine samt Schalung befüllt und oben schön mit der Wasserwage glattgezogen.
Das hat ganz gut geklappt und es sieht bisher so aus, als ob alles ziemlich gut in der Waage ist und gut trocknet!


Die vorderen drei Seiten des Häuschen haben nun also ihr Fundament. Nun fehlt „nur“ noch die Bodenplatte für den kleinen Anbau (den Peter selbst bauen möchte), die gleichzeitig auch die vierte Seite des Fundaments bilden wird. Dafür müssen wir aber erst noch etwas ausschachten und Kies füllen und stampfen. Wir hoffen, dass es in den nächsten Wochen mild bleibt, sodass wir die Platte bald gießen können.
Gleichzeitig geht die Vorbereitung für die Hochbeete weiter, denn Anfang März sollten die ersten Saaten ausgebracht werden (Radieschen zum Beispiel). Zwei Grundstücke weiter rodet unser Nachbar Mohammed einige Bäume, darunter auch Birken. Da er mit der Menge des anfallenden Grünschnitts nichts anfangen kann, haben wir angeboten, ihm Birkenäste abzunehmen. So muss er sie nicht entsorgen und wir gewinnen Schnittgut zum Befüllen der Hochbeete und Äste um den Zaun um die Beete zu basteln – also mal wieder eine win-win-Situation, die sogar noch dem Prinzip der Permakultur (Nutzen und Verwenden von allem was anfällt) folgt.
12 Schubkarren später dürften wir genug Material für zumindest die Hälfte der Beete zusammen haben.

Und es dürften schon fast genug Äste sein für den Zaun. Da auf der Grenze zu Thomas noch zwei Birken von uns gefällt werden sollen (diese stehen sehr schief weil sie durch das Brombeerdickicht durchwachsen mussten), kommt von diesen beiden Bäumen noch einiges dazu, sodass genug zusammenkommen dürfte.

Und dann gilt es mal wieder, auch die Brombeerwurzeln im Gemüsegartenbereich auszubuddeln. Nicht ganz so tief und genau wie an anderen Stellen (denn da kommen ja die Hochbeete hin und dazwischen ist geplant, die Wege 20cm tief auszuheben und mit Holzhäcksel zu füllen), aber genug Arbeit ist das trotzdem. Die ersten ca 4 m2 habe ich gestern geschafft, morgen geht es weiter.
Und obwohl es Anfang Januar ist, wächst schon wieder einiges. Zum Beispiel der Knoblauch (aus dem Bioladen), den ich zum Schutz vor Wühlmäusen um ein paar der Wildgehölze gesetzt hatte. So zumindest die Theorie…

Und auch die ersten Frühblüher strecken schon vorsichtig die Blätter raus. Jetzt beginnt also das tatsächlich erste komplette Gartenjahr für uns 🙂
Die Regentage zu Hause werden selbstverständlich auch genutzt: Über nebenan.de konnte ich eine Nachbarin finden, die Haselnussruten loswerden wollte. Diese habe ich abgeholt und werde daraus Beetumrandungen flechten sobald ich Weidenruten habe. Vorab habe ich heute schon mal eine Rankhilfe daraus geflochten, die noch verbesserungswürdig aber schon ganz hüsch ist.

Außerdem ging es mit den Trittsteinen los. Diese sind entweder günstig und hässlich wie die Nacht oder unerschwinglich, zumindest bei einem Garten unserer Größe. Also war der Plan, diese einfach aus Schnellbeton selbst zu gießen. Ist ein bisschen Arbeit, gleichzeitig heißt das aber auch, dass man die Steine mit einem selbst gewählten Muster verzieren kann. In unserem Fall ist das die Blume des Lebens. Ich benutze dafür eine Art Schablone die aus dünnem Holz gefertigt ist, das ich oben in den noch nassen Beton reindrücke (eigentlich hängt man sich das ins Fenster). Auch hier braucht es ein bisschen Übung, aber der vierte Stein wurde schon ganz ok. Hier sieht man ihn im noch nassen, ungetrockneten Zustand. Die nächste Charge wird sicher noch schöner!
