Seit Schulbeginn ist unsere Zeit im Garten nun wieder begrenzt, sodass wir nicht mehr im gleichen Tempo vorankommen, wie in den Wochen davor. Trotzdem tut sich weiterhin etwas:
Das Feld des Bauern gegenüber ist mittlerweile abgeerntet, auch das Stroh wurde bereits aufgeladen und weggefahren. Dabei haben wir die Gelegenheit ergriffen, uns dem Bauern mal vorzustellen und haben ihm, als er an einem Sonntag am arbeiten war, eine Kardamombulle vorbeigebracht. Er hat sich offensichtlich sehr gefreut und kennenzulernen. Nachbarschaftspflege ist auch hier wichtig 🙂
Zwischendurch hatten wir mal wieder Besuch, dieses Mal von unserer Freundin Sara, die natürlich auch mit uns in den Garten kam und mir dort dabei half, die Wiese mal wieder von Disteln und Brennesseln zu befreien.

Diese Arbeit macht sich sichtlich immer mehr bezahlt, denn die Wiese wird nicht nur etwas weniger holprig, sie wird auch grüner und saftiger. Brennesseln und Disteln finden sich immer weniger, stattdessen setzen sich die gesäten Wildkräuter immer mehr durch. Wir mähen nach wie vor regelmäßig, um genau diesen Effekt zu verstärken und es scheint ganz gut zu funktionieren. Dazu haben wir uns einen gebrauchten Hoddededde zugelegt (diese Bezeichnung versteht nur, wer unseren Lieblingscomedian Eddie Izzard kennt… schaut mal hier rein), sodass wir nicht immer gleich die Elektrosense anschmeißen müssen.
Langsam aber sicher zeigen sich die ersten Anzeichen des Herbstes mit seinen wunderbaren Farben. Der Schneeball am unteren Zaun hat nun ferrari-rote Beeren, die uns entgegenleuchten und die Birken zeigen ein erstes, zartes Gelb. Die Karden blühen tapfer weiterhin. Sehr spät, für ihre Verhältnisse, aber wie wir feststellen, ist das Microklima am unteren Zaun recht feucht und kühl, deshalb verzögert sich wohl auch die Blüte meiner Lieblingsstaude (und dieses Jahr ist ja sowieso alles später dran).

Der gesetzte Grün- und Palmkohl zeigt sehr unterschiedliche Zwischenergebnisse. Stehen einige der Palmkohl Pflänzchen ganz gut da, hat es bislang nur eine Grünkohlpflanze geschafft zu überleben. Und das, obwohl wie Schneckenkragen und Unkrautvlies (als Abdeckung) verwenden. Wer uns die Setzlinge weggefuttert hat, wisen wir nicht. Wir halten die Augen offen und beobachten was passiert. Ist ja alles noch ein Lernfeld für uns.
Die Bestellung für unsere Wildhecke ist nun auch aufgegeben und wir dürfen etwa Ende Oktober mit Liguster, Kornelkirsche, Faulbaum, Schlehe, Quitte, Pfaffenhütchen und Co rechnen. Auch zwei Obstbäume (Halbstamm, Apfel Roter Berlepsch und Mirabelle von Nancy) kommen dann wurzelnackt zu uns. Ihre zukünftigen Plätze bereiten wir gerade vor, indem wir an der östlichen Grenze die Brombeeren zum Nachbargrundstück von Thomas hin roden und zerkleinern. Auch hier müssen wir natürlich die Wurzeln aus dem Boden holen. Und das sind an dieser Stelle wirklich viele. Es ist also insbesondere hier noch einiges zu tun bis Ende Oktober.
Zwischenzeitlich durften aber auch noch weitere Stauden in den Garten einziehen. Darunter auch eine Hortensie, die Peter zum 25jährigen Dienstjubiläum von seinen Kollegen geschenkt bekommen hat. Außerdem Walderdbeeren, eine Hundsrose und Strauchefeu. Im unteren Bereich bei der Wiese haben wir nun auch eine Beeren-Ecke. Dort stand schon die Stachelbeere, die wir unter den Brombeeren gefunden haben. Dazu haben wir nun Aroniabüsche, eine Blaubeere und einen Holunder gesetzt. Sie stehen schön in der Sonne und sollten dort einen prima Platz haben.
Da das mit dem Wasseranschluss wohl noch etwas dauert und man in den Zeiten des Klimawandels ja gar nicht für genug Wasser sorgen kann, haben wir uns mit der freundlichen Hilfe unseres schwedischen Freundes Krister nochmal zwei 1000l IBC Container zugelegt. So können wir zukünftig viel Regenwasser sammeln um auch in trockenen Sommern hoffentlich genug gießen zu können.
Nun hoffen wir auf einen goldenen Herbst, der vielleicht doch noch etwas Sonne und schöne Tage bringt, damit wir die Hecke gut vorbereiten können und noch ein paar Sonnenstunden im Garten verbringen können.